Opel: Fiat-Chrysler-Aktionäre stimmen Fusion mit PSA zu

Die Einfahrt zum Werk von Mulhouse des französischen Automobilkonzerns PSA, dem Mutterkonzern von Opel. Foto: dpa

Dem Zusammenschluss zum gemeinsamen Autokonzern "Stellantis" steht nichts mehr im Wege. Damit entsteht der viertgrößte Autokonzern der Welt - Opel wird darunter nur eine von...

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ROM/RÜSSELSHEIM. Nach der Zustimmung der Aktionäre des Opel-Mutterkonzerns PSA haben auch die Anteilseigner von Fiat Chrysler (FCA) die Fusion zum gemeinsamen Autokonzern "Stellantis" gebilligt. Mit fast einhundert Prozent Zustimmung machten die Aktionäre nach Unternehmensangaben am Montag den Weg frei für den Zusammenschluss der Autokonzerne. "Stellantis wird einer der weltweit führenden Fahrzeughersteller sein", sagte der FCA-Vorstandsvorsitzende John Elkann. Noch wichtiger sei, dass ein Unternehmen mit der Größe, den Ressourcen, der Vielfalt und dem Know-how entstehe, "um erfolgreich die Möglichkeiten einer neuen Ära zu ergreifen".

"Stellantis" sei ein weiterer Schritt nach vorne, erklärte der 44-Jährige. Er steht an der Spitze der FCA-Gruppe und gehört der Unternehmerfamilie Agnelli an, die Fiat als Automobilbauer mit gründete und zu einer großen europäischen Automarke entwickelte.

Zusammenschluss zum viertgrößten Autokonzern

Die EU-Wettbewerbshüter hatten der Fusion im Dezember mit Auflagen zugestimmt. Mit dem Zusammenschluss soll der viertgrößte Autokonzern der Welt entstehen. Der neue Verbund mit großen Standbeinen in Europa und in Nordamerika wird 14 Marken führen, darunter Opel, Peugeot, Citroën, Chrysler, Jeep, Alfa Romeo, Lancia, Abarth oder Dodge.

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Fiat Chrysler und PSA setzten vor der Corona-Krise zusammen rund 8,7 Millionen Fahrzeuge pro Jahr ab und hatten einen Umsatz von 170 Milliarden Euro. Nur noch Volkswagen, Toyota und der französisch-japanische Renault-Nissan-Verbund waren 2019 größer.

Von dpa