Checkliste für den Auto-Urlaub

Dachaufbauten wie Fahrräder oder Surfbrett verändern den Schwerpunkt. Dann heißt es: vorsichtig fahren. Archivfoto: Björn Wylezich

Was rund um Mietwagen, Pannenhilfe und Vignette wichtig ist. Tipp: Nur buchen, was sich ohne Aufzahlung stornieren lässt.

Anzeige

. Südhessen (red). Flüge, Bahn- und Kreuzfahrten kommen dieses Jahr für viele nicht infrage - zu viele Leute, zu wenig Abstand. Für viele Urlauber ist das Auto in der Coronazeit erste Wahl, der traditionelle Urlaub, mit dem viele groß geworden sind. Das unabhängige Verbraucherportal Finanztip hat zusammengestellt, worauf es dabei ankommt. Der wichtigste Tipp vorab: "Egal ob Hotel, Ferienwohnung oder Campingplatz - buchen Sie möglichst Angebote, für die Sie nichts anzahlen müssen und die Sie kostenlos stornieren können, falls sich die Lage ändert", raten die Experten.

Während Landbewohner sich meist zwischen Erst- und Zweitwagen entscheiden müssen, besitzen viele Städter gar kein Auto. Günstige Mietwagen-Anbieter sind im Internet über billiger-mietwagen.de, Check24 oder happycar.de zu finden. Bereits auf dem Portal sollte man alle gewünschten Extras (etwa Klimaanlage oder Automatik) und Versicherungen angeben. "Am besten wählen Sie Vollkasko ohne Selbstbeteiligung mit Zusatzschutz für Glas, Reifen, Unterboden und Dach", so Finanztip. Vor Ort beim Vermieter sollte man sich dann keine teuren Zusatzversicherungen aufschwatzen lassen. Auf billiger-mietwagen.de sind auch Wohnmobile zu finden. Die dürften aber sehr begehrt sein.

Wer mit dem eigenen Auto fährt, sollte an die Pannenhilfe denken, etwa durch einen günstigen Schutzbrief der Kfz-Versicherung oder Mitgliedschaft in einem Autoclub. "Falls Sie ins Ausland fahren, packen Sie einen europäischen Unfallbericht ein", so die Experten. Dieser enthalte Ausfüllhilfen in mehreren Sprachen. Die internationale Versicherungskarte (grüne Karte) benötige man dagegen in der EU nicht mehr.

Um Bußgelder zu vermeiden, sollte man sich über Höchstgeschwindigkeiten und Alkoholgrenzen informieren. In vielen europäischen Ländern gilt 0,5 Promille (in Teilen Osteuropas 0,0 Promille) sowie 120 bis 140 Stundenkilometer auf Autobahnen. Achtung: In den Niederlanden wurde das Autobahn-Tempolimit vor Kurzem auf 100 km/h gesenkt (tagsüber von 6 bis 19 Uhr, nachts 130 km/h).

Anzeige

In vielen Staaten der EU müssen Autofahrer eine Vignette kaufen, bevor Sie Autobahnen und Schnellstraßen befahren dürfen. Die Zehn-Tages-Vignette für Österreich kostet beispielsweise 9,40 Euro. Sie bekommt man etwa an Tankstellen und Raststätten, dort muss man aber unter Umständen Schlange stehen. Eine digitale Vignette online zu kaufen, ist bequemer. Wichtig: Diese ist erst 18 Tage nach Kauf gültig. Ohne Vignette nur über Landstraßen zu tuckern, lohnt sich wegen des Zeitverlustes eher nicht.

Bevor es losgeht, sollten Licht, Ölstand, Wischwasser und Luftdruck geprüft werden. Der Luftdruck muss wahrscheinlich erhöht werden, weil der Wagen mit Gepäck deutlich schwerer ist. "Orientieren Sie sich am oberen Ende der Herstellerempfehlung; das spart auch Sprit. Vergessen Sie nicht, das Reserverad aufzupumpen", raten die Experten. Ein Verbandskasten ist Pflicht in Deutschland (Ablaufdatum prüfen), Warnweste und Feuerlöscher sind empfehlenswert (in manchen Ländern Pflicht).

Beim Beladen gilt: Schwere Gepäckstücke kommen in den Kofferraum nach unten, die Hutablage bleibt frei. Hier abgelegte Gepäckstücke könnten sonst bei einer Vollbremsung zum tödlichen Geschoss werden. Dieses Jahr werden deutlich mehr Menschen mit dem Auto unterwegs sein. Die Staumeldungen etwa von Google Maps helfen, Stillstand zu vermeiden.