Zwei Teams, zwei Ziele: Die Volleyball-Saison beginnt

Oberliga: DSW peilt den Aufstieg an und verstärkt sich noch einmal entsprechend, Orplid will nur die Klasse halten. Beide starten auswärts in die neue Runde.

Anzeige

DARMSTADT. Mit zwei Auswärtsspielen starten die Darmstädter Volleyball-Oberligisten zuversichtlich in die neue Saison. Orplid gastiert am Sonntag um 15 Uhr beim Hünfelder SV, zur gleichen Zeit schlagen die DSW-Männer als Absteiger aus der Regionalliga bei der TG Naurod auf.

In den vergangenen Wochen hat sich beim DSW noch einiges getan. So wird er nun von zwei weiteren, hochklassig erfahrenen Spielern unterstützt. Zum einen kam Anton Borger dazu, jahrelang Kapitän bei der Zweitligamannschaft der TG Rüsselsheim und in jungen Jahren auch in der Ersten Liga im Einsatz. Außerdem hat Mittelblocker Victor Breburda vom TuS Kriftel seinen Pass beim DSW abgegeben. "Beide wollen zwar kürzertreten, sie werden aber immer wieder im Training dabei sein und auch das ein oder andere Spiel mitmachen", freut sich Trainer Nico Erbs über die Verstärkung.

Darüber hinaus kann der Coach erleichtert berichten, dass Vincent Lutz doch an Bord bleibt und seine Drittliga-Erfahrung weiter einbringen wird, wenngleich nicht an allen Spieltagen. Steigt auch Nils Balser nach einer längeren Auszeit wieder ein, fällt Libero Jakob Müller wegen einer langwierigen Fußverletzung wohl die ganze Saison aus.

Zum erweiterten Kader zählen zudem Moritz Waberseck und Otis Ricker, zwei Talente aus der dritten Mannschaft, die mit Doppelspielrecht Oberliga-Luft schnuppern sollen. Auch kam Simon Klees von der zweiten Garnitur dazu. "Aber erst letzte Woche waren wir das erste Mal mit zwölf Mann im Training", musste Erbs in der Vorbereitung immer wieder mal Ausfälle hinnehmen. Beim Vorbereitungsturnier in Bommersheim standen gerade mal acht Spieler zur Verfügung - dennoch hinterließ die Mannschaft einen guten Eindruck.

Anzeige

Am Sonntag in Naurod werden die DSW-Volleyballer zu neunt auflaufen. Auch Victor Breburda ist dann an Bord. Und Jan Skarabis, vom Zweitligisten TGM Mainz-Gonsenheim zurückgekehrt, gibt sein Comeback. Wie Nico Erbs erklärt, der nach der vergangenen Saison als Spieler ins Traineramt wechselte, "wollen wir natürlich gleich drei Punkte mitnehmen. Bei unserer Besetzung muss das Ziel der Aufstieg sein."

Für Orplid geht es dagegen "erst einmal um den Klassenerhalt", betont Zuspieler Michael Holljes. Dabei hofft auch er mit seinen Teamkollegen am Sonntag beim Landesliga-Aufsteiger in Hünfeld gleich auf "etwas Zählbares".

Auf Markus Wedel (Schulterprobleme), Christian Herget (private Gründe), Linus de Vries (Urlaub), Tim Zeising und Paul-Henri Paffhausen (beide verhindert) muss Trainer Niklas Armbruster allerdings noch verzichten. Trotzdem stehen elf Mann zur Verfügung, die von der Fahrt ins osthessische Hünfelden nicht mit leeren Händen zurückkommen wollen.

Von Gabi Wesp-Lange