"Total bitter": Der Blick richtet sich trotzdem nach vorne

Die DSW-Frauen wollen nach dem Abstieg in der Volleyball-Bezirksoberliga wieder angreifen. Immerhin kommt es wieder mal zu Duellen gegen die zweite Mannschaft.

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DARMSTADT. "Wir können uns das eigentlich gar nicht richtig erklären", wirkt Christina Kunkel noch immer ratlos. Jahrelang haben die Volleyballerinnen des DSW Darmstadt in der Landesliga vorne mitgemischt. Nach der Hinrunde lagen sie mit 15 Punkten als Tabellenzweiter noch auf Aufstiegskurs. Doch am Ende stand der bittere Abstieg in die Bezirksoberliga.

Kein Sieg wollte nach der Winterpause mehr gelingen. Bis auf den vorletzten Platz fielen die DSW-Frauen - das bedeutete den Abstieg. "Das war eine unglückliche Verkettung", meint Kunkel, die selbst nach dem Jahreswechsel nicht mehr zur Verfügung stand, weil sie Nachwuchs bekam.

Gab es von Weihnachten bis März Corona-bedingt eine lange Rundenunterbrechung, fiel dann auch noch Lisa Ritter aus. Ab April fehlte zudem Zuspielerin Leonie Henrich. "Und Thyrza Kiewik hat sowieso die ganze Saison gefehlt", berichtet Kunkel. "Nach der langen Pause sind wir nicht mehr reingekommen. Das ist total bitter, dass wir absteigen."

Lange mag sie der verkorksten Saison aber nicht hinterher trauern. Der Blick richtet sich vielmehr nach vorne: "Wir wollen in der Bezirksoberliga wieder angreifen und um den Aufstieg mitspielen." Dabei kommt mit Sabrina Schnellbächer, die vom VC Wiesbaden zurückkehrt, schlagkräftige Verstärkung hinzu. Außerdem steigen neben Kunkel auch Sina Lauer und Anika Krips nach ihren Pausen wieder ein.

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Zur Unterstützung von Trainer Jascha Müller-Kästner, der selbst für den TV Bommersheim aufschlägt und nur einmal in der Woche das Training leiten kann, "würden wir uns noch jemanden wünschen, der das Training am Dienstag übernimmt", merkt Kunkel an. In der kommenden Saison stehen ihrem Team dann zwei ganz besondere Spiele ins Haus: Als Absteiger treffen die Ersten auf die Zweiten Damen, die seit Jahren in der Bezirksoberliga spielen. Vereinsduelle, die es beim DSW in der Runde lange nicht mehr gegeben hat.