22 Angabefehler und zehn vergebene Satzbälle beim DSW

Oberliga-Volleyballer verlieren 2:3 in Wiesbaden und haben nur noch einen Punkt Vorsprung. Frust auch bei Orpli nach 1:3 in Naurod.

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DARMSTADT. Fast zweieinhalb Stunden haben sie hart gefightet, hatten etliche Satzbälle und standen kurz vor dem Sieg. Am Ende mussten die Oberliga-Volleyballer des DSW Darmstadt jedoch eine bittere 2:3 (34:36, 25:20, 25:27, 26:24, 13:15)-Niederlage beim Tabellendritten Eintracht Wiesbaden hinnehmen, womit ihr Vorsprung an der Spitze auf einen Punkt schmolz.

"Sehr ärgerlich, total unnötig", fand Trainer Nico Erbs. "Wir waren das deutlich bessere Team und sehr block- und abwehrstark. Wir haben aber im Aufschlag taktisch unklug agiert und hatten 22 Angabefehler, davon fünf bei eigenen Satzbällen. Das sollte nicht passieren."

Trotz der Ausfälle von sechs Spielern immer noch zu zehnt angereist, lagen die Gäste schnell hoch 3:12 hinten. Dann fanden sie ins Spiel, übernahmen mit einem starken Anton Borger als Libero die Führung - um am Ende nach zehn vergebenen Satzbällen mit 34:36 doch den Kürzeren zu ziehen.

Ging nach dem gewonnenen zweiten Durchgang auch die enge Schlussphase des dritten Satzes verloren, erkämpfte sich der Regionalliga-Absteiger mit einem 26:24 den Tiebreak. Dort ließ der DSW aber bei 12:12 zwei dicke Chancen liegen und konnte nach dem 13:13 die Niederlage nicht mehr abwenden.

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Frustriert kehrte auch Liga-Nachbar Orplid Darmstadt vom Tabellenvierten TG Naurod mit einer 1:3 (25:21, 15:25, 23:25, 18:25)-Niederlage zurück. "Absolut unbefriedigend das Ergebnis. Es spiegelt nicht das wieder, was wir können und gezeigt haben", haderte Zuspieler Michael Holljes, der mit seiner Mannschaft trotz des erfolgreichen ersten Satzes ohne Punktgewinn blieb und weiter am Tabellenende steht. "Es ging gut los, aber dann haben wir einfache Fehler gemacht und immer wieder Aufschlagserien kassiert."

Gegen die clever agierenden Nauroder kam Ende des engen dritten Durchgangs "auch noch Pech mit Schiedsrichterentscheidungen dazu", wie Holljes bedauerte. Im vierten Satz konnten die Darmstädter, die urlaubsbedingt auf Kapitän Stefan Harnisch verzichten mussten, dann nicht mehr das Blatt wenden.

DSW: Rosendahl, Rheinschmidt, Richert, Skarabis, Klotzbach, Bückner, Borger, van Zuilichem, Waberseck, Heinz.

Orplid: Herget, Holljes, Grimm, Zeising, Forster, Amann, Frankenberger, Achenbach, Mörsch, Baltrunas, Armbruster.

Von Gabi Wesp-Lange