Mit nur acht Mann: SVA Nackenheim verliert in Burghausen

Koray Cakici (blau) musste wegen fehlender Alternativen einmal mehr in der Klasse bis 75 Kilogramm  auf die Matte.  Archivfoto:hbz/Jörg Henkel

Den Achtelfinal-Rückkampf verlor der SVA kampflos mit 0:40, weil er nicht die benötigten neun Ringer zusammen bekam - aus verschiedenen Gründen. Gekämpft wurde trotzdem.

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NACKENHEIM. Die Bundesliga-Ringer des SV Alemannia Nackenheim sind im Achtelfinale der Play-offs am SV Wacker Burghausen gescheitert. Überraschend kam das nicht. Angesichts der angespannten Finanzlage und des nahezu sicheren Ausscheidens nach der 9:18-Niederlage im Hinkampf ließen die Nackenheimer mit Furkan Yildiz nur einen ausländischen Sportler einfliegen. Weil dann noch kurzfristige Absagen dazu kamen, reiste der SVA mit nur acht Sportlern zu Titelverteidiger Burghausen. Da mindestens neun Sportler auf der Matte stehen müssen, wurde der Kampf als 0:40-Niederlage gewertet. "Aus Respekt vor dem Gegner" (Interimstrainer Robin Ferdinand) traten die Alemannen mit dem verfügbaren Personal, zu dem diesmal auch einige angeschlagene Athleten gehörten, trotzdem an.

In der Klasse bis 57 Kilogramm (Greco) traf SVA-Eigengewächs Jan Vielmuth auf Fabian Schmitt. Gegen den Sieger der letztjährigen Thor Masters hatte der Nachwuchssportler keine Chance, Schmitt gelang ein Schultersieg.

Das gleiche Schicksal ereilte Tamerlan Paschajew gegen Erik Thiele (130 Kilo, Freistil)Paschajew zählte zu den verletzten Nackenheimern und stellte sich in den Dienst der Mannschaft, konnte aber nichts gegen seinen Kontrahenten ausrichten.

Im 61-Kilo-Freistil-Limit verlor Furkan Yildiz, der einzige ausländische Sportler im Aufgebot der Rheinhessen, durch technische Überlegenheit seines Gegners Vladimir Egorov (EM-Dritter 2019).

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Ebenso musste sich Eigengewächs Mam Hai Milan Vu seinem Gegner Andreas Maier geschlagen geben (66 Kilo, Greco)

Mit Bekir Demir (86 Kilogramm, Freistil) stand ein weiterer Verletzter auf der Matte. In dieser Verfassung hatte er Eduard Tatarinov nichts entgegenzusetzen und verlor ebenfalls durch technische Überlegenheit Tatarinovs.

Viktor Lyzen stieg gezwungenermaßen eine Gewichtsklasse auf und traf in der Kategorie bis 71 Kilogramm (Freistil) auf Enes Akbulut. Davon ließ sich der Alemanne aber nicht beirren. Mit einem 10:2-Punktsieg strich er den einzigen Erfolg des SV Alemannia Nackenheim an diesem Abend ein.

Ruslan Kudrynets (75 Kilo, Greco) stand wie bereits im Hinkampf Witalis Lazovski gegenüber. Hatte er sich vor einer Woche noch einen beeindruckenden 9:4-Sieg gesichert, musste er sich diesmal mit 3:5 geschlagen geben.

In der Freistil-Klasse bis 75 Kilogramm trat Koray Cakici an. Weil auch dieser eigentlich nicht für diese Gewichtsklasse vorgesehen ist, blieb er gegen den WM-Zweiten von 2020, Iszmail Muszukajev, chancenlos und verlor durch technische Überlegenheit seines Gegners.