Zwei süddeutsche Titel gehen ins Apfeldorf

Zufrieden: Fynn Lenzner (TSG Wehrheim) holt Speerwurf-Gold. Foto: kie

Bei den süddeutschen Meisterschaften der Jugend-Leichtathleten haben sich die Talente Fynn Lenzner (Speerwurf) und Oliver Koletzko (Weitsprung) von der TSG Wehrheim...

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HOCHTAUNUS. Es war quasi ein Titelgewinn mit "Ansage". Oliver Koletzko (TSG Wehrheim) reiste als Gold-Aspirant zu den süddeutschen Schüler-Meisterschaften nach Walldorf und wurde im Rhein-Neckar-Kreis dann seiner Favoritenrolle auch vollauf gerecht. Der Hessenkaderathlet zauberte als besten Satz im vierten Durchgang eine Weite von 6,74 Metern in die Grube, blieb damit nur wenige Zentimeter unter seinem persönlichen Rekord und distanzierte die Konkurrenz nach Belieben. Julian Schlepütz (TSG Grünstadt) hatte als Zweiter mit 6,30 Metern bereits einen beachtlichen Rückstand von einem knappen halben Meter.

Immer wieder erstaunlich die Konstanz, mit der Koletzko seine Versuche aufs Brett und in die Grube bringt. Sechs gültige Sprünge bei sechs Versuchen sind eher selten. Hinzu kommen durchgängig starke Weiten. Alle Versuche des TSGlers wurden bei 6,32 Metern und weiter gemessen. "Neben der Siegesweite hätten auch alle anderen fünf Versuche für den Titel gereicht. Das unterstreicht die stabile Leistungsentwicklung von Oli", freute sich TSG-Coach Uli Lehl.

Treppchen knapp verfehlt

Sein Schützling nahm dann in Vorbereitung auf die Ende August anstehenden deutschen Mehrkampf-Meisterschaften noch den Stab in die Hand. Auch hier wäre eine Medaille möglich gewesen. Koletzko überquerte 3,70 Meter und landete damit auf dem undankbaren vierten Platz. Der Wehrheimer sprang die gleiche Höhe wie die Jungs auf Rang zwei und drei, hatte jedoch bei 3,50 Metern mehr Fehlversuche, was den Ausschlag zu seinen Ungunsten gab.

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In der M-15 ging über 100 Meter noch Alexander Ries (MTV Kronberg) in den Startblock, für den nach 12,36 Sekunden jedoch gleich in der ersten Runde Endstation war.

Auch in der jüngeren Altersklasse M-14 gab es einen süddeutschen Titel für den starken Nachwuchs der TSG Wehrheim. Fynn Lenzner machte es im Speerwerfen aber sehr spannend. Erst im fünften und vorletzten Versuch konnte Lenzner mit 43,56 Metern den führenden "Hessen-Kollegen" Tim Steinfurth (LG Eppstein-Kelkheim) noch abfangen, der bis dahin mit 43,12 Metern in Führung lag. Auch Lenzner startete noch im Stabhochsprung, wurde hier mit 3,20 Meter Vierter, blieb aber 20 Zentimeter unter seinem "Hausrekord". Vereinskollege Nick Lehl blieb mit 3,10 Metern ebenfalls 20 Zentimeter unter seiner Bestmarke, konnte sich als Achter jedoch noch über eine der begehrten Urkunden (für die Top-Acht) freuen. Auf Platz sieben sprang Markus Wagenleitner (Königsteiner LV), der mit 3,20 Metern seine Bestmarke einstellte. Im Weitsprung nähert sich der KLV-Mehrkämpfer langsam den sechs Metern an. Mit 5,81 Metern verbesserte er sich um fast 20 Zentimeter, wurde Achter und verdrängte Sven Müller (TSG Friedrichsdorf) von der Spitze der Jahresbestenliste. Der Youngster aus der Zwiebackstadt fand bei der Weitenjagd überhaupt nicht in die Spur und schied im Vorkampf mit 5,30 Metern (18.) aus.

Die 80 Meter Hürden beendete Sven Müller nach 12,02 Sekunden (Vorlauf 11,94 sec.) auf Position zehn. Hier galt Markus Wagenleitner eigentlich als Anwärter auf eine Top-Sechs-Platzierung oder auch mehr. Nach 11,78 Sekunden im Vorlauf sah es auch ganz gut aus. Im Finale passte es dann an der zweiten Hürde nicht mit dem Abstand, sodass Wagenleitner das Rennen aufgeben musste.

Bei den Mädels der W-15 blieb Speerwurfspezialistin Lea Borngräber (TV Weißkirchen) mit 29,52 Metern (18.) weit unter ihren Möglichkeiten. Sabrina Berndl (TSG Wehrheim/W-14) ging nach über sechs Monaten Wettkampfpause (Oberschenkelverletzung) wieder in den Startblock und wurde in der ersten Runde über 100 Meter mit 13,51 Sekunden gestoppt. Maja Jule Hoffmann (auch TSGW und W-14) war in der ersten Runde 13,75 Sekunden unterwegs.