Vorfreude auf Frankfurt-Marathon

EM-Starterin Katharina Heinig (LG Eintracht Frankfurt) peilt in Frankfurt in einem hochkarätig besetzten Frauenfeld eine Zeit unter 2:30 Stunden an. Foto: kie

Der 37. Frankfurt-Marathon ist am Sonntag das letzte große Laufereignis des Jahres in der Rhein-Main-Region. In diesem Rahmen finden auch die Hessen-Titelkämpfe statt, für...

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HOCHTAUNUS. Es ist angerichtet. Mit dem Frankfurt Marathon an diesem Sonntag, 28. Oktober, steigt das letzte große Sportevent des Jahres in der Rhein-Main-Region. Für die 37. Auflage des Laufklassikers sind wieder über 25 000 Meldungen aus rund 100 Nationen eingegangen. Die Marathon-Distanz werden ungefähr 14 000 Starter in Angriff nehmen.

Integriert in den ältesten deutschen Stadtmarathon sind einmal mehr die hessischen Meisterschaften über die 42,195 Kilometer. Für die letzten Titelkämpfe des Jahres sind beim Leichtathletikverband 166 Meldungen aus 40 Vereinen eingegangen. Stärkster Verein ist Spiridon Frankfurt, der 28 Athleten in den Kampf um die Hessen-Titel in den verschiedenen Altersklassen schickt. Aus dem Taunus tauchen lediglich sieben Langstreckler in der Hessenmeisterschafts-Meldeliste auf. Heimische Vereine mit großen Laufgruppen wie der MTV Kronberg, der TuS Weilnau oder der TV Seulberg sind auf HM-Ebene jedoch überhaupt nicht dabei. Die starken Triathleten des SC Oberursel, immer mit flotten Läufern in Frankfurt präsent, haben keine Startlizenz bei den Leichtathleten (beantragt) und können somit nicht für die Meisterschaften gewertet werden.

Aus Oberursel, nämlich von der TSG, dürfte wahrscheinlich trotzdem der schnellste Läufer kommen. Christian Spaich, der in Frankfurt schon unter 2:50 Stunden lief, könnte in Hessen bei optimalem Rennverlauf in der Altersklasse M-40 unter die Top-Ten kommen. Der Bad Homburger Frank Zimmer (Skills 04 Frankfurt/bereits M-50) ist auch noch ein Kandidat für eine Zeit im höheren Zweistundenbereich. In der HM-Wertung stellen sich auch noch Michael Eitner (TV Burgholzhausen), Werner Krah (TV Weißkirchen), Thomas Schrod (TSG Friedrichsdorf) und Jörg Kolass (TSG Wehrheim). Prominentester Name aus Hessen ist zweifelsfrei Katharina Heinig (LG Eintracht Frankfurt). Die EM-Starterin von Berlin peilt in einem hochkarätig besetzten Frauenfeld eine Zeit unter 2:30 Stunden an. Damit käme die konditionsstarke Hessin in den Bereich ihrer Bestzeit, die seit 2016 bei 2:28:34 Stunden notiert. Das wird zwar ziemlich sicher nicht fürs Podium reichen, markierte im Vorjahr Vivian Cheruiyot (Kenia) doch 2:23:55 Stunden. Deutsche Spitzenklasse wäre es aber allemal.

Start Sonntag um 10 Uhr

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Einzige Frau aus einem Kreis-Verein in der Meldeliste ist Monika Fischer (TSV Ober-Erlenbach). Sicherlich wird es in der über 100-seitigen Meldeliste diverse Starter aus heimischen Vereinen geben, die aber dann nur in der "offenen" Wertung zum Zuge kommen.

Für die Marathonis wird es am Sonntag um 10 Uhr ernst, wenn der schier endlos lange Läufer-Lindwurm am Fuße des "Hammer-Manns" in der Friedrich-Ebert-Anlage auf den Rundkurs durch die Mainmetropole geschickt wird. Um 10.35 Uhr fällt an gleicher Stelle der Startschuss für den Staffel-Marathon. 20 Minuten später geht es dann mit dem Mini-Marathon (4,2 Kilometer für die Jahrgänge 2001 bis 2009) für den Nachwuchs los.

Das Ziel für alle Wettbewerbe befindet sich in Frankfurts "guter Stubb" - der Festhalle. Auch am Samstag (27. Oktober) gibt es zwei Rennen. Den Anfang macht hier um 10 Uhr der Brezel-Lauf (5 km, ohne Anmeldung) am City-Eingang der Messe, gefolgt vom Struwwelpeter-Lauf (420 Meter, Kinder 5 bis 9 Jahre) um 11.30 Uhr am Messe-Forum. Weitere Informationen gibt es auf der Veranstalter-Homepage unter www.frankfurt-marathon.com.