USC-Speerwerfer Julian Weber startet bei der Diamond League in...

Julian Weber ist einer von drei deutschen Startern in Birmingham. Archivfoto: imago

An diesem Samstag startet Julian Weber bei der Diamond League in Birmingham. Für den Speerwerfer des USC Mainz ist es das erste Aufeinandertreffen mit der versammelten Weltspitze.

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MAINZ. (slo). Das wollte sich Julian Weber nicht nehmen lassen: Gemeinsam mit seiner Schwester fuhr der Speerwerfer des USC Mainz in der vergangenen Woche zur Leichtathletik-Europameisterschaft nach Berlin. Der 23-Jährige hatte die Qualifikation aufgrund der starken deutschen Konkurrenz verpasst, hatte also Zeit für andere Programmpunkte. Weber traf einige Freunde, feuerte seinen USC-Kollegen Niklas Kaul an, der im Zehnkampf Vierter wurde („Hammer! Ich freue mich mega für ihn!“), und sah sich natürlich auch die Speerwurf-Wettkämpfe an.

Das, was Weber am Donnerstagabend im Berliner Olympiastadion sah, machte ihn traurig. Nicht die Leistung seiner Teamkollegen, sondern sein Platz auf der Tribüne trübte die Laune des Mainzers. „Da hätte ich auch dabei sein können“, sagte der 23-Jährige, der beim Anschauen des Speerwurffinals dann doch wehmütig geworden war. „Das ganze Stadion war dabei und ist völlig abgegangen“, staunte Weber.

Umso mehr freut er sich, dass er an diesem Samstag bei der Diamond League in Birmingham dabei sein darf. Neben Europameister Thomas Röhler und dem EM-Zweiten Andreas Hofmann ist Weber der dritte deutsche Starter.

Im Jahr 2016 Gesamtdritter der Veranstaltungsreihe

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An die Veranstaltungsreihe hat der USC-Speerwerfer gute Erinnerungen. 2016 wurde er Gesamtdritter. In diesem Jahr wird Weber voraussichtlich nur bei der Station in England dabei sein. Es ist das erste Mal, dass der 23-Jährige in dieser Saison auf die versammelte Weltspitze trifft. „Ich bin fit, aber ich kann keine große Weite erwarten“, bleibt er realistisch. Dafür sei die Vorbereitung zu kurz gewesen. Dennoch fährt Weber mit einigen Vorsätzen nach Birmingham: „Ich will wie immer mein Bestes geben“, sagt er. Und fügt hinzu: „Und ein bisschen die Weltspitze ärgern.“