HSG verpflichtet Becher, Holst ab Sommer Standby-Spieler

Lukas Becher beim Unterschreiben seines neuen Vertrags bei der HSG Wetzlar. Foto: Verein

Mit dem Linksaußen aus Essen setzt der Wetzlarer Handball-Bundesligist seine Verjüngungskur fort. Dafür wird eine Identifikationsfigur ab Sommer nur noch im Notfall parat stehen.

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WETZLAR. Handball-Bundesligist HSG Wetzlar setzt den eingeleiteten Verjüngungsprozess im Bundesligakader konsequent fort: Die Mittelhessen haben zur kommenden Saison Lukas Becher vom Zweitligisten TuSEM Essen für die Linksaußen-Position verpflichtet. Der 22-Jährige hat nach bestandenem Medizincheck einen Zweijahresvertrag unterzeichnet und wird ab der kommenden Saison gemeinsam mit dem schwedischen Europameister Emil Mellegard das Gespann auf dem linken Flügel der Grün-Weißen bilden, wie der Verein am Mittwochvormittag vermeldet. Becher nimmt den Platz von Maximilian Holst ein, der seine aktive Profikarriere mit Abschluss der Saison beenden, der HSG Wetzlar in der kommenden Spielzeit aber als Standby-Spieler erhalten bleiben wird.

"Wir können mit Lukas auf einen sehr disziplinierten und intelligenten Spieler zählen, der in der Abwehr variabel einsetzbar ist. Er bringt einiges an Talent mit und wir sind überzeugt davon, dass Lukas Entwicklung noch nicht zu Ende ist und er bei uns die nächsten Schritte machen wird", sagt HSG-Coach Ben Matschke. "Wir freuen uns, dass sich Lukas für Wetzlar und den Weg, den wir ihm aufgezeigt haben, entschieden hat."

In dieser Saison absolvierte Becher 27 Partien und erzielte dabei 71 Tore für TuSEM Essen. Der Sportmanagement-Student, der in der kommenden Saison mit der Rückennummer 18 für die HSG Wetzlar auflaufen wird, absolvierte seine handballerische Ausbildung in der Nachwuchsabteilung des Bergischen HC. "Ich freue mich auf die neue Aufgabe in Wetzlar. Die HSG ist ein professionell geführter Club mit einem familiären Umfeld und somit der perfekte Verein für junge Spieler wie mich. Ich bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen der Verantwortlichen und freue mich auf stimmungsvolle Heimspiele," erklärte Lukas Becher bei seiner Vertragsunterschrift.

Der 1,90 Meter große Flügelspieler wird somit den Platz von Maximilian Holst einnehmen, der den Mittelhessen jedoch weiterhin als Standby-Spieler erhalten bleibt. Der 32-Jährige bestreitet aktuell seine achte Saison im grün-weißen Trikot und hat dabei bis heute 820 Tore für die HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga erzielt, davon 535 von der Siebenmeterlinie.

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"Wir sind froh, dass wir bei Bedarf weiterhin auf Max' Routine zählen können", so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. "Max hat sich über viele Jahre für die HSG Wetzlar verdient gemacht. In der kommenden Spielzeit kann er in Abstimmung mit den Trainern durchaus als Mentor unseres jungen Linksaußengespanns fungieren und seine Erfahrung an beide weitergeben. Zudem ist es gut zu wissen, einen Spieler wie Max im Notfall in der Hinterhand zu haben."

Mit der Verpflichtung Bechers hat die HSG Wetzlar die sportlichen Personalplanungen für ihre Jubiläumssaison abgeschlossen. In der Spielzeit 2022/2023 werden die Grün-Weißen im 25. Jahr ohne Unterbrechung in der 1. Handball-Bundesliga spielen. Neu mit dabei sind dann neben Lukas Becher Nationalspieler Hendrik Wagner (24 Jahre, Eulen Ludwigshafen), der Serbe Jovica Nikolic (20 Jahre, HC Vojvodina), der Montenegriner Radojica Cepic (19 Jahre, RK Celje), die beiden Schweizer Jonas Schelker (23 Jahre, Kadetten Schaffhausen) und Leonard Grazioli (21 Jahre, HSC Suhr Aarau) sowie der ehemalige deutsche Nationalspieler Erik Schmidt (29 Jahre, Kadetten Schaffhausen).

Sieben Neuzugängen stehen ebenso viele Abgänge gegenüber: Felix Danner (36 Jahre, HBW Balingen-Weilstetten), Ivan Srsen (29 Jahre, RK Nexe/Kroatien), Patrick Gempp (25 Jahre, Ziel unbekannt), Alexander Feld (28 Jahre, HSG Nordhorn-Lingen), Olle Forsell Schefvert (28 Jahre, Rhein-Neckar Löwen) und Tomislav Kusan (27 Jahre, seit 1. April Al Arabi SC/Katar, ab 1. Juli Limoges Handball/Frankreich).