Ein Sammelsurium von Fehlern bei den Rhein-Neckar Löwen

Trainer Martin Schwalb kündigt nach dem schwachen Auftritt von Hannover in der Handball-Bundesliga deutliche Worte an.

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MANNHEIM. (bore). Das war ein überraschender Dämpfer für die Rhein-Neckar Löwen: Der Mannheimer Handball-Bundesligist verlor am Dienstagabend sein Auswärtsspiel beim TSV Hannover-Burgdorf mit 30:36 (16:19). So viele Gegentreffer hatten die Gelben, die kurzfristig auf Rückraumakteur Albin Lagergren wegen Schmerzen am Zeh verzichten mussten, schon lange nicht mehr kassiert.

„Es war einfach nicht unser Tag“, befand Löwen-Coach Michael Schwalb, der weiter betonte: „Wir haben nach einer ordentlichen Viertelstunde zu viele Bälle hergegeben, von Minute zu Minute das Selbstvertrauen verloren. Letztlich war es ein Sammelsurium von Fehlern. Wir waren einfach die schlechtere Mannschaft.“ Linksaußen Uwe Gensheimer sagte: „Das Flensburg-Spiel am Wochenende darf keine Ausrede sein.“

Hannover-Burgdorf, die Mannschaft des spanischen Trainers Carlos Ortega, ging zunächst mit 2:0 in Führung, doch die Löwen konterten mit drei Toren in Folge, und Lukas Nilsson brachte die Mannheimer mit 6:4 (10.) in Front. Doch bei den Gelben lief es danach einfach nicht. Hannover glich zum 6:6 (12.) aus und nach 22 Minuten führten die Recken plötzlich 13:10. Hannover-Burgdorf verteidigte den Drei-Tore Vorsprung bis in die Halbzeit. Einzig Niclas Kirkelökke hielt irgendwie richtig dagegen. Der Däne trug sich im ersten Durchgang fünf Mal in die Torschützenliste der Löwen ein.

Nach dem Seitenwechsel schien es kurze Zeit so, als ob die Mannheimer das Spiel noch drehen könnten. Das lag vor allem an einem Ex-Hannoveraner: Mait Patrail hatte zu Beginn der zweiten Halbzeit einige gute Aktionen, die Löwen kamen zeitweise wieder auf einen Treffer heran. Doch dann leisteten sich die Mannheimer überflüssige technische Fehler. Hannover zog innerhalb von drei Minuten wieder auf 23:19 (39.) weg. Danach verloren die Löwen im Angriff völlig den Faden.

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„Wir haben keine gute Lösungen gegen die Abwehr von Hannover gehabt, das war nicht der Handball, den wir uns vorstellen“, sagte Trainer Schwalb und betonte: „Es wird deutliche Worte geben.“

Rhein-Neckar Löwen: Palicka, Katsigiannis (ab 26. – 30., ab 48.); Gensheimer (4/1), Kohlbacher (4), Petersson (1), Nilsson (6), Schmid (1), Kirkelökke (7), Gislason, Patrail (3), Nielsen, Groetzki (2), Lagarde (1), Tollbring (1), Ahouansou, Abutovic.

Schiedsrichter: Chr. vom Dorff/F. vom Dorff. – Beste Spieler: Martinovic/Kirkelökke.