30:31! HSG Wetzlar verliert Test bei den Rhein-Neckar Löwen

Mit fünf Treffern war Maximilan Holst (vorne) gemeinsam mit Domen Novak erfolgreichster Schütze der HSG Wetzlar. Foto: Florian Gümbel

Lange blieb es spannend, doch am Ende war der Ligakonkurrent aus Mannheim um ein Tor besser. Mit je fünf Treffern waren Domen Novak und Maximilian Holst die erfolgreichsten...

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KRONAU. Bevor die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar am nächsten Dienstag in Berlin in die neue Saison starten, stand auswärts bei Ligakonkurrent Rhein-Neckar Löwen der letzte Härtetest auf dem Programm. Trotz vieler Führungen und je fünf Treffern von Domen Novak und Maximilian Holst zogen die Wetzlarer im Trainingszentrum in Kronau am Ende mit 30:31 den Kürzeren.

Konzentriert startete die HSG in die Partie und ging mit einem Rückraumtreffer von Stefan Cavor in Führung. Der montenegrinische Rückraumspieler war in der Anfangsphase besonders auffällig und traf in der zehnten Minute zum 6:4 für seine Farben. Dabei stand die Defensive um Felix Danner und Adam Nyfjäll sicher und Emil Mellegard wurde immer wieder offensiv in der Abwehr eingesetzt.

Kein Team schafft es, sich abzusetzen

Mitte der ersten Halbzeit scheiterten die Wetzlarer Jungs mehrmals mit freien Würfen an Andreas Palicka, sodass die Partie weiter eng blieb. Bei den Löwen wurden zwischenzeitlich Routinier Andy Schmid und Neuzugang Juri Knorr gemeinsam mit Albin Lagergren im Rückraum eingesetzt. Lagergren war es dann auch, der in der 20. Minute zum 10:9 für die Hausherren traf.

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Fortan entwickelte sich ein schnelles Spiel mit vielen Führungswechseln. Nach einer Auszeit von Ben Matschke war es Olle Forsell Schefvert, der aus dem Rückraum für Wetzlar zum 12:10 traf. Kurz vor der Halbzeit nutzten die Löwen dann noch einen Abspielfehler zum 15:15-Halbzeitstand aus.

Durch Treffer von Domen Novak und Adam Nyfjäll zogen die Grün-Weißen schnell mit zwei Treffern davon. Anschließend kam ein kleiner Bruch ins Spiel der Wetzlarer und jeder Wurf der Löwen fand sein Weg ins Tor, da die Aggressivität in der Abwehr fehlte und die Grün-Weißen mehrfach hintereinander am Pfosten scheiterten. Nach vier Löwen-Toren in Folge konnte Adam Nyfjäll dann vom Kreis auf 19:20 verkürzen.

Ein Unruheherd war zu diesem Zeitpunkt Juri Knorr. Der Spielmacher der Löwen traf zweifach und setzte dann auch noch Jannik Kohlbacher zum 25:23 in Szene (47.). Das merkte auch Ben Matschke und setzte Emil Mellegard erneut als offensiven Verteidiger ein. Nach einem Tempogegenstoß von Domen Novak und dem Spielstand von 26:25 für die Hausherren, bat Löwen-Trainer Klaus Gärtner seine Mannschaft zusammen. Als Anadin Suljakovic in der 53. Minute einen Siebenmeter von Andy Schmid entschärften konnte, erzielte Lenny Rubin energisch den 28:28-Ausgleich.

In einer spannenden Schlussphase gingen die Löwen 90 Sekunden vor Schluss mit 31:29 in Führung, ehe Maximilian Holst noch einmal verkürzte. Wetzlar verteidigte offensiv, aber zu einem Angriff sollte es nicht mehr reichen. So endete die Partie mit 31:30 für die Rhein-Neckar Löwen.

Von red