Ohne Werner, dafür wieder mit Poulsen

aus SV Darmstadt 98

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Tabellenzweiter gegen Schlusslicht, Heimstärke pur (28 Punkte aus zwölf Spielen) gegen chronische Auswärtsschwäche (null Punkte): Rein statistisch kann es am Samstag (15.30...

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LEIPZIG. Tabellenzweiter gegen Schlusslicht, Heimstärke pur (28 Punkte aus zwölf Spielen) gegen chronische Auswärtsschwäche (null Punkte): Rein statistisch kann es am Samstag (15.30 Uhr) im Bundesliga-Spiel zwischen RB Leipzig und dem SV Darmstadt 98 eigentlich nur einen Sieger geben. Auch die Sachsen selbst erwarten gegen die Lilien alle drei Punkte. Zuletzt lief allerdings auch bei dem erfolgsverwöhnten Aufsteiger nicht alles rund.

In der Rückrunde deutlich schwächer als zuvor

In der Rückrunde ist Leipzig nicht mehr als unteres Mittelmaß, hat nur drei der acht Partien gewonnen und belegt Platz 13 dieser Rangliste. Seit drei Spielen ist RB gar komplett sieglos. Mit dem frühen Pressing und dem laufintensiven Spiel, zu dem überfallartige Angriffe besonders über die schnellen Emil Forsberg und Timo Werner gehören, stellte der umstrittene Retortenklub in der ersten Saisonhälfte fast alle Gegner vor Probleme.

Beim 2:0-Hinspielsieg am Böllenfalltor demonstrierte die Elf von Trainer Ralph Hasenhüttl darüber hinaus, dass sie auch selbst das Spiel machen und geduldig auf die Lücken in einer tief stehenden gegnerischen Defensive zu warten vermag. Neben Köln, das in Darmstadt 6:1 gewann, hinterließen die Leipziger unter allen Gastteams bisher den besten Eindruck in Südhessen. Die 98er ließen damals zwar kaum Chancen der Gäste zu, sie hatten offensiv aber nichts zu bestellen.

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Doch auch die Leipziger Defensive erhielt in den vergangenen Wochen Schrammen, sie kassierte in den acht Rückrundenspielen mit 13 Gegentoren fast so viele Treffer wie in der gesamten Hinserie (15). Vor der Länderspiel-Pause verschärfte das 0:3 bei Werder Bremen die kleine Krise – obgleich die auf immens hohem Niveau stattfindet. Der Liganeuling hält Kurs auf die direkte Champions-League-Qualifikation, auch wenn die Meisterschaft angesichts von 13 Punkten Rückstand auf den FC Bayern München entschieden ist.

Der Druck lastet klar auf den „Rasenballsportlern“. Hasenhüttl muss in seiner Offensive allerdings eine markante Veränderung vornehmen: Timo Werner – mit 14 Treffern und sieben Vorlagen erfolgreichster deutscher Stürmer in Liga eins – zog sich auf seiner ersten Reise mit der A-Nationalmannschaft, für die er in Dortmund gegen England debütierte, einen Muskelfaserriss zu. Seit Dienstag befindet sich der wieselflinke, wegen seiner oftmals geringen „Standfestigkeit“ im Zweikampf aber auch umstrittene Stürmer zwar wieder im Lauftraining. Ein Einsatz gegen die Lilien scheint aber unmöglich.

Auch Naby Keita steht wieder zur Verfügung

Da kommt es Hasenhüttl gelegen, dass mit Yussuf Poulsen ein lange verletzter Angreifer wieder zur Verfügung steht. Das gilt auch für Naby Keita. Er dürfte im Leipziger 3-4-2-1-System das Vierermittelfeld neben Oliver Burke (rechts), Marcel Halstenberg (links) und Diego Demme (wie Keita zentral) bilden.

Hinter Angreifer Poulsen kurbeln wahrscheinlich Forsberg und Marcel Sabitzer das Offensivspiel an. Die Dreier-Abwehrkette vor Torwart Peter Gulacsi dürften der 18 Jahre alte Dayot Upamecano, Willi Orban sowie Ex-Nationalspieler Marvin Compper bilden.