Lilien sorgen für eine Premiere

aus SV Darmstadt 98

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Der SV Darmstadt 98 ist erster Profi-Club in Deutschland mit einem Fußball-ID-Team. „Wir stehen für Offenheit, Toleranz und ein gutes Miteinander“, sagt Vizepräsident...

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DARMSTADT. (ost/red). Der SV Darmstadt 98 sorgt für eine Premiere: Als erster Club aus dem Profi-Fußball werden die Südhessen in der Saison 2021/22 eine Mannschaft für intellektuell beeinträchtigte Menschen (Fußball-ID) antreten lassen. Wie der Zweitligist mitteilte, wird das Team in der Hessenliga des Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes (HBRS) spielen. Organisiert werde die Mannschaft innerhalb einer neu gegründeten Behinderten- und Rehabilitations-Sportabteilung der Lilien. Teil der neuen Abteilung wird auch ein eFootball-Team für intellektuell beeinträchtigte Menschen sein.

Die ID-Mannschaft wird nicht am Böllenfalltor trainieren und spielen, sondern auf dem Vereinsgelände des TSV Eschollbrücken. „Die Lilien stehen für Offenheit, Toleranz und ein gutes Miteinander. Werte, die heute und in Zukunft ein fester Bestandteil unserer Vereinskultur sind“, erklärte Markus Pfitzner, Vizepräsident des SV 98, das Engagement. „Nun der erste deutsche Profi-Verein mit einer Mannschaft für intellektuell beeinträchtigte Personen zu sein, erfüllt uns mit Stolz.“ Zur Mannschaft der Lilien gehören Spieler, die mit dem FCA Darmstadt im vergangenen Jahr Hessenmeister geworden waren. Trainiert wird das Team von Ruben Döring, der auch vom FCA kommt.

„Das ist eine Super-Sache. Es gab im Vorfeld sehr gute Gespräche mit dem SV 98“, sagte Michael Trippel. Und der Sportliche Leiter beim HBRS für Fußball fügte an: „Die Jungs sind stolz. Viele sind Lilien-Fans, stehen im Stadion. Und jetzt tragen sie selbst die Lilie auf dem Trikot.“ HBRS-Präsident Heinz Wagner meinte zum Engagement der Lilien: „Das ist eine tolle Premiere, die bundesweit Beachtung finden wird. Der SV 98 ist ein Vorbild.“

Der Hessische Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband zählt knapp 70 000 Mitglieder in über 600 Vereinen und stellt damit einen der größten Landesverbände innerhalb des Deutschen Behindertensportverbands (DBS). Als Partner unterstützt der HBRS mit seinem vielfältigen sowie nachhaltigen Angebot Menschen mit Behinderung und hilft dabei, dass sie nach ihren individuellen Möglichkeiten Sport treiben können.