Lilien-Kapitän Fabian Holland sieht Vaterfreuden entgegen

aus SV Darmstadt 98

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Eine Woche vor Fortsetzung der Fußball-Zweitligasaison gehen die Lilien in ein einwöchiges Quarantäne-Trainingslager – wie die übrigen 35 deutschen Proficlubs.

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DARMSTADT. Jetzt geht es Knall auf Fall. Am Mittwoch gab es „Grünes Licht“ für die Deutsche Fußball-Liga, die Saison fortzusetzen. An diesem Samstag bezieht Fußball-Zweitligist SV Darmstadt nun ein einwöchiges Trainingslager, eine Woche später wird mit der Partie beim Karlsruher SC die Zweitligasaison nach zwei Monaten Zwangspause wieder aufgenommen. Dieses Trainingslager ist Teil der Vorgabe wegen Corona, in dem die Darmstädter – wie die übrigen 35 deutschen Fußball-Profimannschaften – für eine Woche unter Quarantäne stehen.

Das Hotel darf nur für die Trainingseinheiten am Böllenfalltor verlassen werden. Spieler und Trainer fahren einzeln mit ihren Autos zu den Übungseinheiten und danach direkt zurück ins Hotel. Und wo wohnen sie? „Einige Spieler kennen das Hotel schon ganz gut“, sagte Fabian Holland, ohne den Namen zu nennen. Es dürfte sich dabei aber um das Welcome-Hotel am Karolinenplatz handeln, das neben der Waldesruh in Trautheim in den letzten Jahren meist erste Anlaufstation für neue Spieler war.

Dass die Lilien in der Heimat geblieben sind, kommt speziell dem Darmstädter Kapitän zupass, der in dieser Woche seinen Vertrag bis 2021 verlängert hat. Denn der 29 Jahre alte gebürtige Berliner wartet täglich darauf, Vater eines Jungen zu werden. „Wenn es so weit ist, würde ich umgehend das Trainingslager verlassen. Das ist alles abgesprochen“, sagt Holland. Sollte dieser Fall eintreten, dürfte er am Samstag in der Partie in Karlsruhe nicht spielen.

Seit Mitte der Woche ist der SV 98 wieder im richtigen Mannschaftstraining. „Das ist was ganz anderes. Man merkt allen an, dass sie richtig Bock auf richtiges Kicken haben. Endlich wieder richtige Zweikämpfe und Spielformen. Das macht richtig Spaß“, sagt Holland, der aber auch klarstellt. „Wir achten jenseits des Trainings auf die Abstandsregeln und hängen nicht etwa bei Trinkpausen auf einem Haufen.“ Auch an den Spieltagen gibt es strenge Vorschriften. Die Ersatzspieler beispielsweise müssen auf der Bank Mundschutz tragen und weiter auseinander sitzen als sonst üblich. „Es wird sicherlich ein paar ungewohnte Einschränkungen geben. Aber das nehmen wir gerne in Kauf und freuen uns in erster Linie, dass es bald wieder losgeht“, sagt Holland.

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Von Jens-Jörg Wannemacher