Erstmals seit März vor den eigenen Fans

aus SV Darmstadt 98

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Zwei für die Startformation: Victor Palsson (links) ist nach seiner Sperre wieder dabei, Tobias Kempe sowieso. Foto: Florian Ulrich

Ohne personelle Sorgen geht Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 in sein Heimspiel am Samstag um 13 Uhr gegen Jahn Regensburg. 1741 Zuschauer sind zugelassen – erstmals seit...

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DARMSTADT. Ohne personelle Sorgen geht Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 in sein Heimspiel am Samstag um 13 Uhr gegen Jahn Regensburg. 1741 Zuschauer sind zugelassen – erstmals seit dem 7. März (0:0 gegen den VfL Bochum) sind wieder Fans erlaubt. „Zuschauer, die hinter der eigenen Mannschaft stehen, sind immer etwas Positives“, sagte Trainer Markus Anfang am Donnerstag. „Ich bin sicher, dass uns das hilft.“

Zurückgreifen kann Anfang dabei wieder auf den Isländer Victor Palsson, der beim ersten Ligaspiel beim SV Sandhausen (2:3) gelb-rot-gesperrt war. Fragezeichen stehen hinter Aaron Seydel und Immanuel Höhn, die zuletzt zwar wieder mittrainiert haben, nach ihren Verletzungen aber noch nicht bei 100 Prozent sind. Ob sie im Kader sind, ließ der Trainer noch offen. „Wir werden etwas in der Mannschaft verändern, wie viel, steht aber noch nicht fest“, sagte Anfang, der eine intensive Begegnung erwartet. „Regensburg funktioniert als Team, sie kommen über die Leidenschaft.“

Der SV 98 erwartet, dass alle 1741 Tickets, die vergeben werden dürfen, auch wirklich abgerufen werden. Wer ins Stadion darf, muss einen Mund-Nasen-Schutz tragen, am Platz kann er diesen dann jedoch ablegen. „Jeder, der etwa im Pokal in Magdeburg dabei war, weiß, was los sein kann mit Zuschauern“, sagte Anfang, der sich auf die Fans freut. Es ist schließlich das erste Spiel, das er im Böllenfalltor als Trainer der Heimmannschaft erlebt. „Das ist ja auch ein Weg dahin, dass wir irgendwann wieder vor vollen Rängen spielen können“, sagt der 46-Jährige. „Aber die Gesundheit steht über allem, wir müssen vernünftig mit der Situation umgehen. Nicht nur im Fußball, auch im Alltag.“

„Ich bin prinzipiell immer optimistisch“, sagt Anfang zu den Aussichten. „Man darf halt nicht so leicht drei Gegentore bekommen wie in Sandhausen. Es ist blöd, wenn man zwei Tore schießt und verliert.“ Doch auch der gebürtige Kölner wiederholte noch einmal, was er und der Sportliche Leiter Carsten Wehlmann immer wieder betonen. „Wir sind in einem Prozess, da passieren immer mal Fehler.“

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Zwei davon passierten zuletzt Patric Pfeiffer, der wohl wieder auf die Bank muss. Am wahrscheinlichsten ist, dass Nicolai Rapp zurück in die Innenverteidigung rückt, an seiner Seite dürfte der in Sandhausen starke Lukas Mai auflaufen. Die Defensive an sich hatte Anfang aber gar nicht als das eigentliche Problem ausgemacht, vielmehr ärgerten ihn die vergebenen Chancen. „Wir müssen effektiver werden, wesentlich besser mit unseren Chancen umgehen“, betonte er denn auch noch einmal.

Dass dies gegen Regensburg nicht leicht wird, weiß der Trainer. Zuletzt gab es ein 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg, und das war durchaus ein Ausrufezeichen. „Sie haben in diesem Spiel immer wieder Zeichen gesetzt. Es wird am Samstag eine intensive Partie, vergleichbar mit der in Sandhausen“, sagt Anfang. „Es wird wichtig sein, die ersten und auch die zweiten Bälle zu verteidigen. Aber das kann man nicht immer planen.“

Vor allem vor Max Besuschkow hat der 46-Jährige Respekt. Er kennt ihn aus gemeinsamen Tagen bei Holstein Kiel, wo er ihn in der Rückrunde der Saison 2017/18 unter seinen Fittichen hatte. „Er geht die Innenverteidiger direkt an, geht gerne auch mal durch sie durch.“

Um genau das zu verhindern, wollen sie wachsam sein am Samstag. Wachsamer zumindest als in Sandhausen.