Ein Punkt im Dauerregen für die Lilien

aus SV Darmstadt 98

Thema folgen
Der sitzt: Victor Palsson (links) zieht ab, Ulrich Taffertshofer (am Boden) kann es nicht verhindern – 1:0 für Darmstadt.        Foto: Florian Ulrich

Der SV Darmstadt 98 führt lange beim VfL Osnabrück, letztlich reicht der Treffer von Victor Palsson aber nicht.

Anzeige

OSNABRÜCK. Es war ein hartes Stück Arbeit, letztlich reichte es immerhin für einen Punkt: Der SV Darmstadt 98 hat am Mittwochabend beim VfL Osnabrück ein 1:1 (1:0) erzielt. Völlig verdient, zweifellos. Doch es war mehr drin. Darmstadts Trainer Markus Anfang hatte Tabula rasa gemacht – er brachte im Gegensatz zum 2:2 gegen den FC St. Pauli gleich vier Neue in die Startelf. Auf der Bank blieben Matthias Bader, Immanuel Höhn, Tim Skarke und Mathias Honsak, für sie begannen Victor Palsson (dafür rückte Nicolai Rapp wieder in die Innenverteidigung), rechts hinten Patrick Herrmann sowie auf den Flügeln Erich Berko und Aaron Seydel. Gar nicht erst im Kader war Seung-ho Paik (muskuläre Probleme).

SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner
SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner
SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner
SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner
SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner
SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner
SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner
SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner
SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner
SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner
SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner
SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner
SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner
SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner
SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner
SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner
SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner
SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner
SV Darmstadt 98 - VfL Osnabrück
Fotos: Florian Ulrich/Jan Huebner

Im zweiten Anlauf

Eigentlich war die Partie bereits für den 18. Oktober vorgesehen gewesen – doch beim VfL hatte es damals zwei bestätigte Corona-Fälle gegeben, sodass ein Großteil der Mannschaft in Quarantäne geschickt worden war. Im zweiten Anlauf klappte es jetzt also – und so standen sich die beiden Traditionsmannschaften im Osnabrücker Dauerregen gegenüber. Zuschauer waren keine zugelassen. Osnabrücks Ken Reichel gab den ersten Schuss aufs Tor ab – kein Problem für Lilien-Schlussmann Marcel Schuhen (7.). Deutlich näher dran an einem Treffer waren die Lilien: Serdar Dursun flankte von links, Seydels Kopfball parierte VfL-Keeper Philipp Kühn zur Ecke (14.). Auch Palsson hätte treffen können: Sein Versuch aus knapp 20 Metern Torentfernung strich links am Pfosten vorbei (19.). Auf der Gegenseite zielte Christian Santos zu ungenau – sein Schuss aus ähnlicher Distanz flog gleichfalls am Tor vorbei (21.). Es war eine äußerst Anfangsphase, die beide Teams boten.

Anzeige

Fernschüsse als probates Mittel

Auf dem nassen Geläuf waren Fernschüsse ein probates Mittel: Darmstadts Marvin Mehlem versuchte es nach 25 Minuten einfach mal aus der Distanz, auch er schoss knapp vorbei. Überhaupt Mehlem: Der Aktivposten versuchte es immer wieder, hatte aber einfach kein Glück. Auch nach einer halben Stunde nicht, als sein Versuch zur Ecke geblockt wurde. Nach dieser jubelten dann aber doch die Lilien: Tobias Kempe brachte den Eckball rein, Palsson setzte sich in einem harten Zweikampf mit viel Gerangel gegen Ulrich Taffershofer durch und staubte letztlich nach eher unfreiwilliger Vorarbeit von Dursun ab – 0:1 (31.). Video-Schiedsrichter Nicolas Winter schaute sich das Duell vor dem Abstauber noch einmal an, er hatte aber zurecht nichts Verbotenes erkannt. Und die Darmstädter ließen nicht locker: Dursun zog aus 25 Metern ab – Kühn parierte wieder stark zur Ecke (34.). Osnabrücks Bryan Henning hatte dann noch das 1:1 auf dem Fuß und verfehlte haarscharf (42.).

Gastgeber gaben nicht auf

Noch im ersten Durchgang hatte Anfang Höhn zum Warmlaufen geschickt. Palsson hatte nämlich nicht nur getroffen, er hatte sich auch Fouls gegen Niklas Uwe Schmidt – das gab Gelb – und später Etienne Amenyido erlaubt. Schiedsrichter Markus Schmidt hatte dem Isländer denn auch recht unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass er sich ab sofort partout nichts mehr erlauben dürfe. Dennoch: Palsson blieb zur zweiten Halbzeit im Spiel. Der SV 98 verlegte sich nach dem Wechsel auf Konter – und er gewann viele wichtige Zweikämpfe, sodass der VfL kaum mal vors Tor kam. Gefährlicher blieben die Lilien – Berko scheiterte mit einem starken Schuss an Kühn (63.). Doch die Gastgeber gaben nicht auf, sie warfen immer mehr nach vorne. Luc Ihorst und Sebastian Kerk brachten den Ball jeweils aus guter Position heraus nicht im Darmstädter Gehäuse unter (74.). Kurz danach stand es dann aber doch 1:1. Kerk setzte sich auf der linken Seite durch und bediente Ihorst, der den Ball über die Linie drückte (78.). Der eingewechselte Honsak hatte das 2:1 für die Lilien auf dem Kopf – sein Versuch landete auf der Latte (81.). Doch auch der VfL hätte gewinnen können: Santos stand nach einem Patzer von Nicolai Rapp frei vor Schuhen – und schoss vorbei (87.).