Ein Hotelzimmer, zwei Lilien: Terrence Boyd im Interview über...

aus SV Darmstadt 98

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Boyd und Sam feiern gemeinsam das 1:0 in der Partie gegen Borussia Dortmund. Foto: Hübner/Holtzem

Oft verbringen die Mitglieder einer Fußball-Mannschaft recht viel Zeit miteinander - auch abseits des Fußballplatzes. Terrence Boyd spricht diese Woche über seinen...

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DARMSTADT. Wenn sich zwei Menschen ein Zimmer oder eine Wohnung teilen, dann lernen sie viel übereinander. Terrence Boyd etwa teilt sich das Hotelzimmer mit Sidney Sam.

Warum teilt ihr das Zimmer?

Wir sind beide fast zum gleichen Zeitpunkt nach Darmstadt gekommen und verstehen uns gut. Er ist wie ich ein Nordlicht - er kommt aus Hamburg, ich aus Bremen, das passt gut zusammen.

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Wer ist der Ordentliche von euch, wer der "Chaot"?

Er ist ordentlicher. Meine Freundin beschwert sich immer, dass ich meine Klamotten einfach liegenlasse, das ist in unserem Zimmer ähnlich. Allerdings hatte ich beim Auschecken bisher immer alle Kleidungsstücke wieder in der Tasche, von daher... (lacht).

Was magst du besonders an deinem Zimmerkollegen?

Er ist ein sehr ruhiger Typ - das bin ich zum Beispiel gar nicht (lacht). Wir haben in vielem den gleichen Geschmack, und er ist rundum ein sehr angenehmer Mensch.

Was nervt dich am meisten an ihm?

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Vielleicht ist er manchmal ein wenig zu ruhig (grinst).

Kann man sich auf eine gemeinsame Musikrichtung einigen?

Absolut! Wir hören immer Hip-Hop.

Hat man auch privat miteinander zu tun?

Wir haben es uns schon öfter vorgenommen, doch zuletzt kam ich wegen unseres Umzugs nicht dazu. Aber sobald seine Familie hier ist, werden wir alle sicher etwas zusammen machen.

Gibt es eine lustige Anekdote aus Eurer gemeinsamen Zeit in Darmstadt zu erzählen?

Aus dem Zimmer eigentlich noch nicht. Aber Sidney war bis vor kurzem mein Chauffeur. Ich hatte mein Auto bei meiner Freundin gelassen - wegen der ISO-Fix-Station für den Kindersitz (lacht). Von daher brauchte ich hier jemanden, der mich fährt. Das hat Sidney freundlicherweise übernommen. Aber seitdem meine Freundin hier ist, kann ich auch wieder selbst fahren. Das werden jetzt vermutlich nur die Leser verstehen, die selbst Kinder haben (grinst).

Von Melanie Kahl-Schmidt