Dezimierte Lilien unterliegen Jahn Regensburg

aus SV Darmstadt 98

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Sarpreet Singh (Jahn Regensburg) setzt sich gegen Matthias Bader (SV Darmstadt 98) und Torwart Marten Behrens (SV Darmstadt 98) durch und erzielt das Tor zum 0:1. Foto: dpa

Gegen die Oberpfälzer heißt es am Ende 0:2. Die personell arg gebeutelten Lilien, die nur sechs Feldspieler auf der Bank haben, müssen die Effektivität des Gegners anerkennen.

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DARMSTADT. Der SV Darmstadt 98 ist mit einer Niederlage in die neue Saison der Zweiten Fußball-Bundesliga gestartet: Gegen Jahn Regensburg verloren die arg dezimierten Lilien am Samstag mit 0:2 (0:1). Der Gegner war einfach effektiver und deutlich abgezockter, die Darmstädter verkauften sich dennoch lange Zeit teuer. Letztlich ging die Niederlage aber völlig in Ordnung.

Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht musste auf gleich zwölf Spieler verzichten. Wegen positiver Corona-Tests sind Patric Pfeiffer, Frank Ronstadt und Braydon Manu in 14-tägiger häuslicher Quarantäne, als zumindest nicht vollständig-geimpfte Kontaktpersonen wurden zudem Torwart Marcel Schuhen, Tobias Kempe, Nemanja Celic, Luca Pfeiffer und Ensar Arslan ebenfalls in 14-tägige Quarantäne geschickt. Alle werden somit auch am kommenden Freitag beim Karlsruher SC (18.30 Uhr) nicht dabei sein. Zudem fehlten gegen Regensburg auch die verletzten Marvin Mehlem, Thomas Isherwood, Aaron Seydel und Tim Skarke. Auf der Reservebank saßen folglich nur noch sechs Ersatzspieler, darunter waren mehrere Akteure aus der A-Jugend.

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Die Startformation sah trotzdem gut aus, und die 98er wirkten vor einem durchaus enthusiastischen Publikum auch sofort bissig. Benjamin Gollers Kopfball nach guter Vorarbeit von Matthias Bader flog aber am Tor vorbei (2.). Auf der anderen Seite setzte Konrad Fabian das erste Ausrufezeichen, sein Schuss aus 16 Metern flog ebenfalls am Tor vorbei (11.). Sekunden später hatten dann wieder die Lilien-Fans den Torjubel auf den Lippen: Erich Berko zog nach einem Konter ab – der Ball landete am linken Innenpfosten und flog von dort zurück ins Feld. Das war einfach nur Pech (12.).

Und dann war es doch passiert: Nach einem Tohuwabohu im Lilien-Strafraum drückte Regensburgs Sarpreet Singh den Ball aus kurzer Distanz über die Linie (21.). Andreas Albers hatte kurz darauf gar das 0:2 auf dem Fuß, doch er scheiterte freistehend am stark reagierenden Lilien-Keeper Morten Behrens (29.). Viel tat sich nicht mehr bis zum Pausenpfiff. Die Lilien suchten zwar ihre Chance, der letzte Pass kam aber einfach nicht durch gegen geschickt verteidigende Regensburger, bei denen Ex-Lilie Leon Guwara nach 38 Minuten wegen Problemen am Oberschenkel vom Platz musste.

Ohne Wechsel ging es in den zweiten Abschnitt – allzu viel Erfahrung hatte Lieberknecht ja auch nicht mehr auf der Bank sitzen. Max Besuschkow hätte fast das 0:2 erzielt, er schoss ein paar Zentimeter zu hoch (47.). Bei Benedikt Gimbers Flatterball aus 22 Metern hatte Behrens dann ein paar Probleme, letztlich wehrte er den Ball aber gut zur Seite ab (55.). Bei Gimbers Versuch sechs Minuten später war Behrens dann jedoch machtlos: Trocken zog der Regensburger aus rund 20 Metern ab, der Ball schlug links oben ein – 0:2 (61.). Lieberknecht regte sich mächtig auf, weil zu diesem Zeitpunkt ein Darmstädter auf dem Boden gelegen hatte – und sah in seinem ersten Pflichtspiel direkt mal die Gelbe Karte (64.).

Es blieb letztlich beim 0:2 – Regensburg verwaltete, die Lilien konnten keine Impulse mehr setzen. Am Freitag geht es zum Karlsruher SC – mit der Hoffnung, dass der eine oder andere Angeschlagene dann wieder dabei sein kann.

SV Darmstadt 98: Behrens – Bader, Sobiech, J. Müller, Holland – Goller, Schnellhardt, Karic (83. Riedel), Honsak – Berko (70. Sesay), Tietz. Jahn Regensburg: Meyer – Saller, Breitkreutz (72. Nachreiner), Kennedy, Guwara (38. Beste) – Besuschkow (90. Zempelin), Gimber, Faber, Singh (90. Boukhalfa) – Albers, Otto (90. Becker). Schiedsrichter: Nicolas Winter (Hagenbach), Tore: 0:1 Singh (21.), 0:2 Gimber (61.), Zuschauer: 4000, Gelbe Karten: Berko (1), Karic (1), Lieberknecht (Trainer/1) /