Regionalliga Südwest: Entscheidung über Saisonabbruch vertagt

Kein Saisonabbruch in der Fußball-Regionalliga Südwest nach dem Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August. Konkreter könnte es in der nächsten Video-Sitzung am 30....

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. GIESSEN (tig). Nachdem die Bundesregierung beschlossen hat, Großveranstaltungen bis zum 31. August nicht mehr zuzulassen, haben am Freitag die Vereins- und Ligavertreter der Fußball-Regionalliga Südwest per Videokonferenz getagt.

Eine Entscheidung, den aktuell "bis auf Weiteres" ausgesetzten Spielbetrieb abzubrechen, oder andere Beschlüsse, wie mit der Entscheidung der Regierung umzugehen ist, gab es dabei allerdings nicht. "Die Sitzung war vielmehr ein Update über den aktuellen Stand der Dinge", erklärt Markus Haupt, Geschäftsführer des FC Gießen. Besonders rechtliche Fragen, die nun neu zu klären seien, standen in der Videokonferenz im Vordergrund. Allen voran die Frage, wie eine Großveranstaltung definiert wird. Dabei sind Liga und Mannschaften auf die Beschlüsse der Bundesländer angewiesen. Die Definition über die Größe und Rahmenbedingungen einer Großveranstaltung trifft allerdings jedes Bundesland für sich, was bei der Südwest-Staffel, in der Teams aus fünf Länder (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg und Bayern) aktiv sind, die Festlegung auf ein konkretes Szenario erschwert. "Natürlich würden wir gerne spielen", so Haupt, der aber klar macht, dass "gesundheitliche und behördliche Dinge weiterhin absolut im Vordergrund stehen."

Deutlich wurde in der Runde der 18 Regionalligisten allerdings, dass das Szenario, mit Geisterspielen die laufende Saison sportlich zu Ende zu spielen, für immer mehr Vereine keine Option darstellt. Insgesamt 13 mögliche Abbruchs- und Weiterspiel-Szenarien hat unterdessen der badische Fußball-Verband aufgestellt, der den Vereinen als Grundlage für die kommende Sitzung dient.

Da in der kommenden Woche zumindest in puncto Großveranstaltung mit klaren Beschlüssen durch die Bundesländer gerechnet wird, könnte es bei der nächsten Videokonferenz am 30. April zu einer endgültigen Entscheidung über den weiteren Spielbetrieb der Regionalliga Südwest kommen.