Fußball: Trainer Lemm ist stolz auf seine Rot-Weißen

Hessenligist Walldorf setzt die Vorgaben um und sich souverän bei Buchonia Flieden durch. Die Leistung war „ganz nach meinem Geschmack“, so der RW-Coach.

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WALLDORF. Richtig zufrieden konnte Fußball-Hessenligist SV Rot-Weiß Walldorf mit sich sein. Trainer Artur Lemm sagte nach dem 3:0-(1:0)-Sieg am Samstag bei Buchonia Flieden sogar: „Heute bin ich richtig stolz auf die Jungs.“ Denn: „Wir haben alle die Dinge umgesetzt, die uns auch zu Hause stark machen.“ Also aggressiv die Zweikämpfe führen, konsequent im Nachsetzen bei den sogenannten zweiten Bällen sein und auch noch spielerische Qualitäten zeigen. Letzteres war auf dem verschlissenen Fliedener Rasenplatz erstaunlich.

Obendrein kamen die Rot-Weißen, die in der Abstiegsrunde mit 23 Punkten Dritter sind, mit einer einzigen Gelben Karte aus. Nicht etwa für einen Abwehrspieler, sondern für Laurin Vogt, einen Stürmer, der im Kampf um den Ball einen Schritt zu spät kam. Die Gäste hätten also ein „ein richtig sauberes, ehrliches Spiel“ mit Niveau geboten, so Lemm: „Sowas ist ganz nach meinem Geschmack.“

Nur einmal hätte es brenzlig für die souveränen Rot-Weißen werden können, als Buchonia-Stürmer Marc Götze allein aufs RW-Tor strebte, aber noch gerade so abgefangen wurde (6.). Kurz danach sorgte Simon Geisler per Elfmeter, nachdem Vogt von Andre Leibold gefoult worden war, für die Walldorfer Führung (19.).

„Wir hätten schon in der ersten Halbzeit 3:0 oder sogar 4:0 führen können“, sagte der Sportliche Leiter Marcus Spahn angesichts der Großchancen von Jan Deumlich und Ahmet Dogan, der einen Freistoß an die Latte setzte. Beide trafen dann nach der Pause – Dogan in der 66. Minute und der starke Deumlich, der mit Mahdi Mehnatgir das Angriffsduo bildete, zehn Minuten vor Schluss.

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Es hätte also ein rundum schöner Fußballtag für den SV Rot-Weiß werden können. Aber es gab auch, wie es Spahn formulierte, zwei schlechte Nachrichten: Mehnatgir prallte gegen eine Werbebande, nachdem er bei einem Laufduell einen Stoß bekommen hatte, und musste mit schmerzendem Knie ausgewechselt werden (30.). Maximilian Thomasberger verletzte sich bei einem Sturz auf die Schulter (71.).

RW Walldorf: Czirbus – Haliti, Deumlich, Ludwig, Mehnatgir (30. Neway), Vogt, Konaté Lueken (81. Borger), Thomasberger (71. Ech Chad), Matheisen, Dogan, Geisler.

Tore: 0:1 Geisler (19./Foulelfmeter), 0:2 Dogan (66.), 0:3 Deumlich (80.). Schiedsrichter: Herbert (Schwarzbach). Zuschauer: 150.