Wieder nach München: FCK will den ersten Sieg

aus 1. FCK

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FCK-Trainer Jeff Saibene.  Foto: dpa

Im fünften Saisonspiel soll für den 1. FC Kaiserslautern der Befreiungsschlag gelingen. Kurios: Bereits zum zweiten Mal geht die Reise in die bayerische Hauptstadt.

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KAISERSLAUTERN. Eine deftige 0:3-Niederlage bei Aufsteiger Türkgücü München beendete vor nicht mal drei Wochen die Amtszeit von Boris Schommers als Trainer des 1. FC Kaiserslautern. Nun kehrt sein Nachfolger Jeff Saibene dorthin zurück. Der Gegner diesmal: Meister Bayern München II. Keine leichte Aufgabe, aber der FCK muss als aktuell Tabellen-18. zwingend siegen, um einen ersten Schritt aus der Negativspirale zu machen. „Wir sind extremst darauf aus, dieses Spiel zu gewinnen“, lässt Saibene keine Zweifel aufkommen. „Siege sind wichtige. Sie geben Selbstvertrauen und man kann in Ruhe weiterarbeiten.“ Machbar erscheint das schon. Im Vorjahr gewann der FCK beide Spiele gegen den späteren Meister, der nun ebenfalls nicht überragend in die Saison gestartet ist – und einen Umbruch zu verdauen hat.

„Viele Spieler sind gegangen, auch der Trainer“, fasst Saibene zusammen. „Aber sie spielen weiterhin technisch guten, schnellen Fußball und sind ein sehr spannender Gegner.“ Der Blick geht aber vornehmlich auf die eigene Mannschaft. Saibene muss in München weiterhin auf die bereits länger verletzten Anas Bakhat, Nicolas Sessa und Alexander Winkler verzichten. Auch Hikmet Ciftci, der zuletzt zu den Leistungsträgern zählte, fehlt mit muskulären Problemen. Dafür kehrt Sturm-Hoffnung Marvin Pourié zurück. „Ich kann nicht garantieren, ob das schon für 90 Minuten reicht, aber er ist fit und ich bin froh, dass er wieder zur Verfügung steht“, sagt Saibene. Im Angriff hat er also nun mehr Optionen. Auch Kenny Prince Redondo und Marvin Kleinsorge, die beide beim 1:1 gegen Mannheim noch im Kader fehlten, spielten am Mittwoch im Pokalspiel bei der TuS Marienborn (3:0) eine knappe Stunde und sind auch Kandidaten für München. „Sie brauchen noch Spielpraxis, aber sie sind im engsten Kreis“, so Saibene.

Hanslik darf wohl starten – vielleicht als einzige Spitze

Klar ist jedoch, dass besonders der Sturm im Fokus sein wird. Zuletzt enttäuschten Elias Huth und Lucas Röser in vorderster Front, wurden gegen Mannheim früh ausgewechselt. Daniel Hanslik, der in Marienborn auch als Torschütze in Erscheinung trat, dürfte in München beginnen. Dennoch nimmt Saibene auch Huth und Röser in Schutz, beharrt auch darauf, dass gegen Mannheim eben taktisch umstellen musste. Am liebsten spielt der Trainer dennoch im 4-4-2 „mit zwei klaren Stürmern“. Nach den ersten Spielen als FCK-Trainer sagt er jedoch: „Man kann seinen Plan nicht stur durchziehen, sondern muss sich auch dem Kader anpassen und flexibel sein.“ Das 4-2-3-1, dass zuletzt in Wiesbaden und gegen Mannheim nach einer jeweils schwachen ersten Halbzeit zum Zuge kam, könnte in München also von Beginn an greifen. Auch, weil Röser und Huth eben (noch) nicht die Form mitbringen, um im Sturm wirklich Akzente zu setzen – und Pourié noch bei 100 Prozent ist.

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Das zweite Probleme waren zuletzt die frühen Gegentore. „Kann auch sein, dass das Zufall ist“, will Saibene das Thema öffentlich bewusst nicht zu hoch hängen. Stattdessen will er das Team darauf einschwören, vom Start weg auch voll im Spiel zu sein und vor allem in den Zweikämpfen. Dann sollte es gelingen, auch die ersten 45 Minuten guten Fußball auf den Platz zu bekommen. Und diesmal mit einem besseren Gefühl aus München zurückzufahren.

Von Tommy Rhein