SVWW kommt nicht über 0:0 hinaus

Aygün Yildirim  vom SC Verl (links) und Gianluca Korte (Wiesbaden) im Zweikampf. Foto: rscp-photo.net

Zum Start der Mission Wiederaufstieg hat der Fußball-Drittligist SV Wehen Wiesbaden bei der Nullnummer gegen Verl gleich zwei Punkte liegen lassen.

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WIESBADEN. Enttäuschender Auftakt für den Fußball-Drittligisten SV Wehen Wiesbaden. Trotz einiger guter Chancen kam der Absteiger gegen den Aufsteiger SC Verl nicht über ein 0:0 hinaus. Dabei offenbarten die Hessen nicht nur beim Abschluss noch einige Schwächen.

SVWW-Trainer Rüdiger Rehm schickte die gleiche Startelf ins Rennen wie beim Pokalsieg gegen den Zweitligisten Heidenheim. Warum hätte er auch wechseln sollen? Doch der Drittliga-Start gestaltete sich zunächst zäh. Die ersten knapp 20 Minuten passierte nicht viel. Bei den Hessen fehlte Präzision und Entschlossenheit. Verl hatte einfaches Spiel, den Ball vom eigenen Tor fernzuhalten.

Wiesbadens Trainer Rüdiger Rehm beim Heimspiel gegen den SC Verl. Foto: rscp-photo.net
Wiesbadens Trainer Rüdiger Rehm beim Heimspiel gegen den SC Verl. (© rscp-photo.net)
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Die erste richtige Chance war schon gleich die beste der ersten Halbzeit. Nach feinem Pass von Marc Lais auf den durchstartenden Moritz Kuhn zirkelte Gianluca Korte dessen Hereingabe an die Latte. Mittelstürmer Phillip Tietz mit zwei weiteren guten Möglichkeiten hätte ebenso auf 1:0 stellen können. Ums Haar hätte auch Verl mitgeholfen, als Keeper Robin Brüseke und Kapitän Julian Stöckner zusammenprallten und Daniel Mikic den Ball kurz vor der Torlinie noch klären konnte.

Zu viele Fehler beim SVWW

Aber Rehm war und konnte mit dem Spiel seiner Elf nicht zufrieden sein. Dazu gesellten sich zu viele haarsträubende Fehler im Spielaufbau, exemplarisch bei Paterson Chato und Florian Carstens, sowie die oftmals zu großen Lücken in der Defensive, die der Aufsteiger aber nicht nutzen konnte. Bei der No-Name-Truppe war freilich ein beim SVWW bestens bekannter Name dabei: Zlatko Janjic stürmte früher in Wiesbaden, gegen den SVWW war aber nicht viel von ihm zu sehen.

Während die Gäste zur Pause zweimal wechselten, vertraute Rehm weiterhin seinem Personal auf dem Platz. Der fleißige, aber auch unglücklich agierende Johannes Wurtz hatte die erste Möglichkeit im zweiten Durchgang, als ihn unfreiwillig der gegnerische Keeper bediente. Nach einer Stunde musste Tietz dann eigentlich das fällige Führungstor schießen. Doch sein Heber über den Torwart ging nur auf das Tornetz.

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Mehmet Kurt (SC Verl) und Johannes Wurtz vom SVWW (rechts) kämpfen um den Ball. Foto:  rscp-photo.net
Mehmet Kurt (SC Verl) und Johannes Wurtz vom SVWW (rechts) kämpfen um den Ball. (© rscp-photo.net)

Danach probierte es Rehm mit dem goldenen Händchen und warf in der 67. Minute den jungen neu verpflichteten Benedict Hollerbach für Wurtz ins Rennen. Der Absteiger erhöhte nochmals den Druck, der Aufsteiger schien mehr und mehr mit dem einen Punkt zufrieden zu sein. Ein Fernschuss von Philipp Sander wäre freilich aus heiterem Himmel das 0:1 gewesen.

Für die letzte Viertelstunde durfte dann auf SVWW-Seite Michael Guthörl (für Kuhn) sein Glück versuchen, den Riegel der Ostwestfalen zu knacken. Schließlich brachte Rehm mit Maurice Malone (für Korte) seinen letzten Joker. Doch niemand stach, die junge SVWW-Offensive agierte zunehmend zu ungestüm und zu fahrig, so dass Verl keine Mühe hatte, den unverhofften Punkt mitzunehmen. Besser machen kann es der SVWW am nächsten Samstag (14 Uhr) im ersten Auswärtsspiel bei Viktoria Köln.