SVWW: Carstens beendet den Fluch

SVWW-Spieler Florian Carstens. Foto: Jan Huebner

Drittes Drittliga-Spiel für den SV Wehen Wiesbaden. Das dritte 0:0 schien schon besiegelt. Doch ein Treffer kurz vor Schluss bescherte dem SVWW in Osnabrück einen Erfolg.

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WIESBADEN. Die Tore schienen beim SV Wehen Wiesbaden wie vernagelt. Im dritten Drittliga-Spiel in Serie zum Auftakt dieser Runde fiel 90 Minuten wieder kein Tor. Doch in der 93. Minute sorgte einer für das Ende des Fluchs. Einer, der eigentlich fürs Tore verhindern zuständig ist. Nach einer Ecke stand der eingewechselte Florian Carstens goldrichtig und nagelte den Abpraller aus gut zehn Metern volley mit links ins Netz. Ein am Ende glücklicher, aber wichtiger Erfolg für die Hessen.

Vier Veränderungen in der Startelf

SVWW-Trainer Rüdiger Rehm startete mit vier Veränderungen gegenüber der Pokalpartie gegen Dortmund. Für Florian Carstens, Nico Rieble, Mehmet Kurt und Thijmen Goppel liefen Bjarke Jacobsen, Dennis Kempe, Kevin Lankford und Maximilian Thiel auf. Auf dem Feld kam es auch zum Bruderduell. SVWW-Neuzugang Emanuel Taffertshofer traf auf seinen Bruder Ulrich.

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Die erste gefährliche Torannäherung verbuchten die Gastgeber. Doch Sören Bertram traf aus aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig. Sven Köhler traf ihn schon besser, doch dieser flog über den Kasten. Beim SVWW war es mal wieder vor allem Gustav Nilsson, der für Torgefahr sorgte. Erst fehlte ihm ein Schritt nach einer schönen Hereingabe von Lankford, im Nachgang der Szene schoss er dann übers Tor. Mit dem Kopf hätte er dann in der 26. Minute treffen müssen. Die butterweiche Flanke von Lankford platzierte der Schwede aber zu zentral, sodass VfL-Keeper Philipp Kühn zur Seite abwehren konnte. Auf der Gegenseite musste Florian Stritzel in den ersten 45 Minuten überhaupt nicht eingreifen. Die beste Chance nach einer halben Stunde setzte Bertram aus fünf Metern neben den Kasten.

Carstens mit dem Lucky Punch

Zur zweiten Halbzeit brachte Rehm für Lankford Goppel in die Partie. Der holte sich nach zwei Minuten gleich Gelb ab. In dieser Statistik ging der SVWW ohnehin mit 6:2 Karten klar als Sieger hervor. Bei den Toren war weiter Funkstille. Bertram tauchte noch zweimal gefährlich vor dem SVWW-Kasten auf, dann durfte der bis dato gefährlichste VfL-Angreifer nach einer Stunde runter. Der Spielfluss und das Tempo wurden aber ingesamt langsamer. Ein Standard aus 25 Metern, geschossen von Thiel, war lange Zeit noch die beste SVWW-Möglichkeit.

Die Osnabrücker hätten dann durch Higl in Führung gehen können. Doch Stritzel reagierte blendend mit Fußabwehr. Ebenso kurz vor Schluss, als er einen von der Hand von Gürleyen abgefälschten Schuss abwehrte. Am Ende wäre das 0:0 also für den SVWW eher glücklich gewesen. Doc Florian Carstens machte den SVWW mit dem Lucky Punch noch glücklicher. Am nächsten Sonntag (14 Uhr) kommt der Aufsteiger TSV Havelse in die Brita-Arena.