Sieg im Kellerduell: FCK macht ganz wichtigen Schritt

aus 1. FCK

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Kollektiver Jubel: Nach vor der Pause drehen die Roten Teufel einen frühen Rückstand um.  Foto: imago/Jan Hübner

Nach frühem Rückstand bezwingen die Roten Teufel den KFC Uerdingen mit 4:1 und legen im Abstiegskampf vor. Am Sonntag ist die Konkurrenz gefordert.

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KAISERSLAUTERN. Kaiserslautern. Das war ein ganz dickes Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt. Am Samstagnachmittag besiegte der 1. FC Kaiserslautern Verfolger KFC Uerdingen im direkten Duell 4:1 (3:1), hat den Tabellen-17. Nun auf vier Punkte distanziert und kann entspannt abwarten, was die weiteren Abstiegskandidaten am Sonntag leisten. Zwei Spieltage vor dem Ende fehlt dem FCK nun wohl nur noch ein weiterer Sieg bis zum Klassenerhalt. Gegen Uerdingen gerieten die Roten Teufel nach sechs Minuten zunächst in Rückstand, zeigten dann aber eine gute Reaktion und drehten die Partie bereits vor der Pause. Philipp Hercher (14.), Felix Götze (26.), Marvin Pourié (39.) und Hendrick Zuck (83.) besorgten die Tore gegen über weite Strecken der Partie harmlose Gäste.

Nach der 0:3-Niederlage bei 1860 München am Dienstagabend reagierte FCK-Trainer Marco Antwerpen und tauschte fünfmal aus. Vor allem aber deshalb, weil Torhüter Avdo Spahic, Hendrick Zuck und Daniel Hanslik nach ihren Ausfällen wieder zur Verfügung standen. Außerdem rotierten Kevin Kraus und Anas Ouahim in die Startelf. Die Marschroute war indes früh klar: Der FCK agierte mit einer Dreierkette und sehr offensiven Außenbahnspielern. Alles auf Sieg also. Die mutige Ausrichtung offenbarte schnell aber auch defensive Anfälligkeiten. Und so gab es nach sechs Minuten bereits die kalte Dusche für die Roten Teufel. Zunächst klärte Tim Rieder nur unzureichend, dann durfte Christian Dorda unbedrängt flanken und auch Kraus schaffte es nicht, den Ball vernünftig zu klären. Nachdem Fridolin Wagners Versuch noch an die Latte klatschte, staubte dann Muhammed Kiprit zur Führung der Gäste ab (6.). Ein unnötiges Gegentor und eines, das den Druck immens erhöhte.

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Hercher, Hercher, immer wieder Hercher

Der FCK blieb jedoch konzentriert, setzte unbeirrt seine offensive Spielweise fort. Die erste Großchance ließ Marvin Pourié dann jedoch liegen, verfehlte das Tor nur knapp (12.). Zwei Minuten später jubelten die Pfälzer dann bereits über den Ausgleich. Felix Götze eroberte den Ball am Strafraum der Gäste, Daniel Hanslik bediente Philipp Hercher – 1:1 (14.). Die Stein purzelten zentnerweise von den Schultern der Roten Teufel. Das Spiel blieb indes gleich. Der FCK spielte überlegen, setzte Uerdingen unter Druck, war aber defensiv auch anfällig. So kamen die Gäste zu Eckbällen, die dann meist für Gefahr sorgten. Zählbares besorgten dann aber wieder die Gastgeber. Wieder war der starke Hercher beteiligt, drang über die rechte Seite in den Strafraum ein, spielte einen guten Pass in den Rückraum, wo Götze herangerauscht kam und den FCK in Führung brachte (26.). Doch auch Uerdingen kam immer wieder zu guten Aktionen. Nach einer Ecke kam Kiprit am kurzen Pfosten an den Ball, Latte! (31.). Kaiserslautern blieb jedoch effizient, vor allem weil Hercher eine überragende erste Halbzeit spielte. Nach Zuspiel von Carlo Sickinger legte sich der Rechtsaußen den Ball bei der Annahme perfekt vor, sprintete an Assani Lukimya vorbei, bediente Pourié – 3:1 (39.). Eine komfortable Pausenführung, weil Spahic kurz vor dem Halbzeitpfiff noch im Eins-gegen-eins mit Kiprit stark rettete.

Nach dem Seitenwechsel agierte der FCK ein wenig defensiv, überließ den Gästen zudem ein wenig mehr Ballbesitz. Wirklich gefährlich werden die Krefelder dabei aber nicht, während die Roten Teufel in der Anfangsphase zumindest eine Kopfballchance durch Pourié notieren konnten (60.). Im Anschluss versuchten die Gastgeber, den Fokus mehr auf ihr Konterspiel zu legen, brachten mit Kenny Prince Redondo (für Hanslik) einen schnellen Flügelspieler, mit Nicolas Sessa und Marlon Ritter weitere frische Offensivkräfte. Uerdingen schafftes es zudem nicht mehr, den Druck der Anfangsphase der zweiten Halbzeit fortzuführen. So war nun wieder hauptsächlich der FCK in Ballbesitz, das 4:1 lag in der Luft – auch wenn die echten Großchancen weiterhin fehlten. Ouahims Versuch aus der Distanz (75.) kam dem Tor noch am nächsten. Anschließend musste FCK-Keeper Hidde Jurjus bei Ritters Freistoßversuch einschreiten (82.). Hendrick Zuck machte dann jedoch endgültig den Deckel auf die Partie. Nachdem es diesmal die Gäste waren, die den Ball nicht klären konnten, brachte Sessa die Kugel in den Strafraum, wo Zuck zunächst auf Zimmer weiterspielte. Der Kapitän wurde nicht richtig attackiert, spielte dann zurück zu Zuck und der konnte relativ unbedrängt zum 4:1 einschieben (83.). Damit war Uerdingen geschlagen, der FCK ließ sogar noch Gelegenheiten zum möglichen 5:1 liegen.

Womöglich winkt am 37. Spieltag bereits die Rettung

Nun können die Roten Teufel am Sonntag recht entspannt schauen, was der SV Meppen (gegen Lübeck) und Bayern München II (gegen Unterhaching) nachlegen können. Was die beiden Kontrahenten Federn, wäre eine Rettung des FCK schon am kommenden Wochenende bei Viktoria Köln (Samstag, 14 Uhr) möglich. In jedem Fall wird der FCK aber in der Pole Position der vier Abstiegskandidaten bleiben.

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Von Tommy Rhein