Rückschlag im Emsland: FCK unterliegt Meppen

aus 1. FCK

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Umkämpfte Partie: Meppen (links, Christoph Hemlein) und der FCK (Mike Wunderlich) schenken sich nichts.  Foto: imago

Der 1. FC Kaiserslautern lässt bei der 0:1-Niederlage zunächst wieder gute Chancen liegen, enttäuscht aber nach der Halbzeit komplett.

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MEPPEN. Die Reisen ins Emsland enden für den 1. FC Kaiserslautern zuletzt zuverlässig mit Rückschlägen. Eine 1:6-Niederlage kostete 2019 Sascha Hildmann den Trainer-Job, ein 2:3 dämpfte im Vorjahr die Euphorie des Trainerwechsels zu Jeff Saibene. Nun beendet eine 0:1-Niederlage beim SV Meppen die Hoffnungen auf einen guten Saisonstart in die Spielzeit 2021/22. Die Roten Teufel hatten dabei in der ersten Halbzeit unterm Strich die besseren Chancen, trafen aber nicht. Nach dem Rückschlag durch Max Dombrowka in der Nachspielzeit der ersten Hälfte kam aber kaum noch Gegenwehr des FCK, der nach zwei Spieltagen nun noch tor- und sieglos ist.

Die erste gute Nachricht gab es für die Fans des FCK schon vor dem Anpfiff. Alle angeschlagenen Spieler konnten in Meppen auflaufen. Auch Dominik Schad, der am Freitag noch das Training abbrechen musste. Der Rechtsverteidiger ersetzte damit den verletzten Philipp Hercher. Außerdem rotierte Nicolas Sessa nach Gelb-Rot-Sperre in die Startelf und verdrängte Elias Huth auf die Bank. Den Platz in der Spitze übernahm Daniel Hanslik.

Munteres Offensivspiel auf beiden Seiten

Wer sich vom zuletzt oft sehr torreichen Duell zwischen den Emsländern und den Pfälzer viel Offensive erhofft hatte, wurde nicht enttäuscht. Beide Mannschaften spielten in der ersten Halbzeit munter nach vorne. Mike Wunderlich setzte nach drei Minuten per Volleyschuss das erste Warnsignal – zielte aber zu hoch. Wenig später wurde Sessa im Strafraum gerade noch geblockt (10.). Die Gastgeber wehrten sich aber, Morgan Faßbenders Versuch landete am Außennetz (14.). Viel Gefahr herrschte auf beiden Seiten nach Standardsituationen. Bei Meppen kamen die in der Regel von Luka Tankulic, nach dessen Ecke in der 20. Minute kurz Chaos im FCK-Strafraum herrschte. Nach einem Tankulic-Freistoß verpasste zudem Lars Bünning per Kopf nur knapp (27.). Bei den Pfälzer versuchte sich Wunderlich an den ruhenden Bällen – und legte die größte Chance des ersten Durchgangs auf. Seine Freistoßflanke verlängerte Hanslik per Kopf ans Lattenkreuz (23.). Zwei direkte Freistoß-Versuche von Wunderlich waren hingegen eher ausbaufähig (34./36.).

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Kurz vor der Pause wurde es dann hitziger. Nach einem Foulspiel an Jean Zimmer, versuchte der FCK das Spiel schnell wieder aufzunehmen. Der Schiedsrichter gab den Ball zwar nicht frei, aber wenige Meter weiter hatte Meppens Markus Ballmert bereits Schad von den Beinen geholt. Rudelbildung und Diskussionen waren die Folge, Ballmert sah die Gelbe Karte. Die Gemüter beruhigten sich wieder und der FCK war mit den Gedanken wohl schon fast in der Kabine, als Meppen eiskalt zuschlug. Ballmert flankte, Schad verlor Max Dombrowka aus den Augen und der köpfte aus dem Lauf unhaltbar ein (45.).

Erste Ausgleichschance erst in der 88. Minute

Die kalte Dusche für den FCK, der direkt umstellte. Sessa blieb in der Kabine, Verteidiger Kevin Kraus kam ins Spiel. Für ihn rückte Felix Götze weiter nach vorne, um dort seine Stärken im Aufbauspiel besser einzusetzen. Einen ähnlich offensiven Start wie im ersten Durchgang sahen die Zuschauer in Meppen jedoch nicht. Die Emsländer agierten vorsichtiger, der FCK hatte keine zündende Idee. Auch nicht, als Trainer Marco Antwerpen nach einer Stunde mit Elias Huth (für Marlon Ritter) und Kenny Prince Redondo (für Hendrick Zuck) weitere Offensivkräfte brachte. Stattdessen waren die Pfälzer zweimal im Glück: Zunächst bekam der FCK einen eigentlich unsauberen Konter nicht verteidigt, Serhat Koruks Abschluss parierte Matheo Raab dann aber stark (62.). Wenig später köpfte Bünning dann eine Tankulic-Ecke auf die Latte (67.). Das 2:0 lag in der Luft, der FCK wirkte verunsichert.

Antwerpen zog auch die letzten personellen Möglichkeiten, brachte Angreifer Muhammed Kiprit (für Hanslik) und Debütant Neil Gibs (für Schad, 73.). Meppen stärkte hingegen die Defensive, wollte es den Pfälzern möglichst schwer machen, nochmals zu Großchancen zu kommen. Aber auch Konterchancen der Gastgeber blieben weiterhin Mangelware. So mühte sich der FCK, hatte fast durchgängig Ballbesitz, blieben mit seinen Bällen oder Läufen aber immer wieder hängen. Erst nach einer Standardsituation wurde es nochmals gefährlich. René Klingenburg versuchte die Direktabnahme, zielte aber drüber (88.). In der Nachspielzeit verhinderte dann Felix Götze mit einer starken Grätsche noch das fast sichere 0:2. Danach war Schluss.

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Die Niederlage wird die Euphorie des FCK heftig bremsen. Nach dem DFB-Pokal-Wochenende geht es für den FCK dann mit dem Auswärtsspiel bei Aufsteiger Viktoria Berlin (15. August, 13 Uhr) weiter.

Von Tommy Rhein