Intensiver Auftakt: FCK startet mit 0:0 gegen Braunschweig

aus 1. FCK

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FCK-Kapitän Jean Zimmer im Duell mit dem Braunschweiger Jannis Nikolaou. Foto: René Vigneron

Viele Zweikämpfe, hitzige Diskussion, aber auch Großchancen auf beiden Seiten sehen die 10.600 Zuschauer auf dem Betzenberg.

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KAISERSLAUTERN. Ausgerechnet mit einem Unentschieden startet der 1. FC Kaiserslautern in die neue Drittliga-Saison, nachdem man in der letzten Spielzeit mit 19 Remis einen Rekord aufgestellt hatte. Das 0:0 gegen Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig darf aber dennoch als ordentlicher Start gewertet werden. Gegen einen defensiv sehr starken und insgesamt ambitionierten Gegner waren die Roten Teufel dem Sieg näher, ließen im zweiten Durchgang aber Großchancen ungenutzt.

Gänsehaut-Momente gab es bereits vor Anpfiff. Die 10.600 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion machten ordentlich Stimmung, hatten richtig Bock auf Live-Fußball nach der langen Zwangspause. Wechselgesänge, „You’ll never walk alone“ und gemeinsames Intonieren des „Betze Liedes“, auch in Gedanken an den verstorbenen Texter Horst Schneider. Später dann noch eine Gedenkminute für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe. Ein emotionaler Prolog auf die neue Drittliga-Saison, die dann auch sportlich ihren Anfang nahm. FCK-Trainer Marco Antwerpen brachte mit Boris Tomiak, Mike Wunderlich und René Klingenburg drei Neuzugänge in der Startelf. Außerdem durfte Matheo Raab im Tor beginnen – und somit als neue Nummer eins in die Saison gehen.

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FCK-Abwehr pennt einmal, aber der Pfosten rettet

Die erste Halbzeit war dann jedoch geprägt von vielen Zweikämpfen und zwei weitestgehend stabilen Abwehrreihen. Eine Ausnahme ergab sich nach zehn Minuten. Braunschweig brachte den Ball durch einen Konter nach vorne. Luc Ihorst brachte den Ball schließlich in den Strafraum, wo Tomiak den eingelaufenen Martin Kobylanski aus den Augen verloren hatte. Dessen Abschluss klatschte jedoch an den Außenpfosten – Glück für den FCK. Die Roten Teufel investierten zunehmend mehr in das Spiel, kamen aber nur mit hohen Bällen in die Nähe des Tores. Die Kopfbälle von Klingenburg (19.), Daniel Hanslik (36.) und Elias Huth (40.) waren dann jedoch zu harmlos, um wirklich Torgefahr auszustrahlen. Bitter für den FCK: Nach 32 Minuten musste Philipp Hercher verletzt runter. Für ihn kam Dominik Schad.

Nach Wiederanpfiff war der FCK dann zunächst tonangebend, drückte die Gäste in den ersten Minuten phasenweise in deren Hälfte. Weiter fehlten jedoch die wirklich gefährlichen Abschlüsse. Weiterhin blieb auch die Zweikampf-Intensität auf beiden Seiten hoch, was nicht selten zu hitzigen Diskussionen auf und neben dem Rasen führte. Nach einer knappen Stunde nahm die Intensität dann etwas ab, beide Teams wechselten. Antwerpen brachte mit Kenny Prince Redondo (68., für Huth) einen frischen Außenbahnspieler und Kevin Kraus (für Felix Götze) sollte die Abwehr verstärken. Die erste Großchance der zweiten Halbzeit hatte dann aber Marlon Ritter, der nach einem Fehler in der Braunschweiger Abwehr zum Abschluss kam, aber Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic scheiterte (68.).

Redondo, Hanslik und Zuck vergeben die Dreifach-Chance

Die Roten Teufel blieben spielbestimmend, drückten zunehmend auf den Siegtreffer. Nach starker Kombination über die linke Seite scheiterte zunächst Redondo, dann im Nachschuss auch Hanslik und Hendrick Zuck (71.). Das hätte die Führung für die Pfälzer sein müssen. Braunschweig war gewarnt und nun wieder besser sortiert. Antwerpen reagierte erneut, brachte mit Neuzugang Muhammed Kiprit (78., für Jean Zimmer) einen letzten frischen Mann für den Angriff. Zunächst verlor die Partie dann aber an Fahrt. Erst als Hanslik im Strafraum gerade noch geblockt werden konnte (85.), ging mal wieder ein Raunen durch das Fritz-Walter-Stadion. Der Startschuss für heiße Schlussminuten? Zunächst nicht. Dann schalteten sich aber nochmal die knapp 10.000 Fans ein, peitschten ihr Team nochmal nach vorne. Es blieb jedoch dabei, dass irgendein Braunschweiger immer noch sein Bein dazwischen bekam – und beim 0:0 zum Saisonauftakt.

Von Tommy Rhein