Herber Rückschlag für den SVWW

Gustaf Nilsson (SVWW) und  Stefan Velkov (MSV) im Zweikampf. Vor allem in der ersten Halbzeit gab es viel Kampf und Krampf. Bild: Frank Heinen/rscp

Fußball-Drittligist SV Wehen Wiesbaden verliert nach vor allem in der ersten Halbzeit schwacher Leistung mit 0:1 gegen den MSV Duisburg.

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WIESBADEN. So wird es nichts mit der Aufholjagd. Gegen das Kellerkind MSV Duisburg kassierte Fußball-Drittligist SV Wehen Wiesbaden vor 1000 Zuschauern eine bittere 0:1-Heimniederlage. Der SVWW ließ die wenigen Chancen liegen, der MSV schlug eiskalt zu und konnte sich auch noch einen verschossenen Elfmeter leisten.

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Die Geschichte der ersten Halbzeit ist schnell erzählt. Viel Kampf und Krampf, aber wenig Kombinationsfußball. Beide Teams taten sich schwer, den Ball mal über mehr als drei oder vier Stationen laufen zu lassen. Der schmierige Untergrund war auch nicht geeignet für gepflegtes Kurzpassspiel, mancher der Akteure hatte zudem Standschwierigkeiten. So trostlos das Spiel war, musste man auf einen Zufallstreffer warten. Doch der kam zunächst nicht. Die besten Chancen hatten auf SVWW-Seite noch Gustaf Nilsson, der aus spitzem Winkel nicht an MSV-Ersatzkeeper Jo Coppens vorbei kam (5.), sowie der bemühte aber glücklose Dominik Prokop bei einem Schuss von der Strafraumkante, als er dabei wegrutschte (21.). Bei den giftgrün gekleideten Zebras prüfte John Yeboah Zamora mit einem Weitschuss Florian Stritzel, der sich lang machte und parierte (23.). Ansonsten blieb der Chancenzettel leer.

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Der MSV hatte optisch einen Tick mehr vom Spiel, 5:2 Ecken nach 45 Minuten. Die Unzulänglichkeiten im SVWW-Spiel zeigten sich auch in einer Slapstick-Aktion, als Sascha Mockenhaupt bei einem Klärungsversuch Mehmet Kurt an den Hinterkopf schoss. Die Entschlossenheit in der Defensive aber auch in der Grätsche von Ahmet Gürleyen, der dabei auch seinen eigenen Mitspieler Jozo Stanic von den Beinen holte. Wo Kevin Lankford freilich in der Offensive seinen Platz hatte, war nicht ganz ersichtlich. Jedenfalls bot der SVWW viel zu wenig für einen ambitionierten Drittligisten, der noch in den Aufstiegskampf eingreifen will.

Nach dem Wechsel kam Bjarke Jacobsen für den ungewohnt fahrig agierenden Emanuel Taffertshofer. Nach 55 Minuten war es dann fast soweit bei einer Dreier-Chance praktisch im Sekundentakt. Einen strammen Pass von Stanic erlief Thijmen Goppel gerade noch vor der Außenlinie. Seine Notflanke verlängerte Lankford und Nilsson fehlte nur ein Schritt zum 1:0. Kurz darauf scheiterte Nilsson frei vor Coppens. Und auch bei der folgenden Ecke brannte es lichterloh im MSV-Strafraum. Es war aber praktisch eine Initialzündung für das SVWW-Spiel. Auf einmal war Leben in der Bude. Doch die kalte Dusche folgte auf den Fuß. Nach einer feinen Kombination und einer maßgenauen Flanke auf Aziz Bouhaddouz überwand der bullige Stürmer Stritzel im zweiten Versuch zur Gästeführung (62.).

Mit einem Dreierwechsel reagierte Kauczinski, der praktisch die gesamte Offensive bis auf Nilsson tauschte. Freilich hatte zunächst Yeboah nach einem Konter, den er selbst eingeleitet hatte, frei vor Stritzel das 2:0 auf dem Fuß. Yeboah stand auch im Mittelpunkt, als er im Strafraum völlig unnötig von Gürleyen von den Beinen geholt wurde. Den fälligen Elfer schoss Bouhaddouz aber am Kasten vorbei (77.). Der SVWW rannte zwar weiter an, fand aber nicht mehr die Lücke. Der herbe Dämpfer war perfekt.

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Am kommenden Samstag (14 Uhr) geht es dann zum Tabellenführer 1. FC Magdeburg.