Debütanten-Treffer reicht nicht: FCK 1:1 in Rostock

aus 1. FCK

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Alexander Nandzik vom FCK klärt den Ball vor einem herannahenden Rostocker.  Foto: imago

Lange Zeit hatte der 1. FC Kaiserslautern die formstarke Hansa am Rande einer Niederlage. Besonders Mohamed Morabet wird das Spiel im Gedächtnis behalten.

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ROSTOCK. Für Mohamed Morabet war es ein bemerkenswertes Startelf-Debüt. Und ein kurzes. Der Offensivspieler des 1. FC Kaiserslautern rutschte bei Hansa Rostock überraschend in die Anfangsformation, brachte sein Team in Führung (39.) und musste zur Halbzeit gelbverwarnt bereits wieder raus. So konnte er auch nichts am Gegentreffer durch Maximilian Ahlschwede (74.) ändern. Für den FCK bleibt unterm Strich doch ein Punktgewinn bei einem formstarken Aufstiegsaspiranten.

Im ersten Spiel nach dem fast eingetüteten Klassenerhalt warf FCK-Trainer Boris Schommers die ganz große Rotationsmaschine an – und überraschte. Sieben Spieler rückten insgesamt in die Startelf, darunter auch Torwart Avdo Spahic (für Lennart Grill) und Angreifer Mohamed Morabet (für Christian Kühlwetter), der sein Startelf-Debüt im Profi-Fußball feierte. Außerdem begannen auch Alexander Nandzik (für Dominik Schad), Andre Hainault (für Kevin Kraus), Janik Bachmann (für Anas Bakhat), Lucas Röser (für Timmy Thiele) und Hendrick Zuck (für Manfred Starke). Zuvor waren es höchstens vier Wechsel, die Schommers pro Spiel vornahm.

Die vermeintliche B-Elf lieferte jedoch eine starke erste Halbzeit ab. Von Beginn an hielten sie mit dem formstarken Aufstiegsaspiranten aus Rostock mit, übernahmen im Verlauf der ersten 45 Minuten sogar das Kommando über die Partie. Das rasante Spiel zweier offensiver Mannschaften war jedoch lange ohne die ganz großen Chancen. Dann kam der Moment des Debütanten Morabet. Florian Pick, einmal mehr der Fixpunkt im FCK-Offensivspiel, leitete den Angriff ein, Lucas Röser spielte mit einem Kontakt steil und dort standen mit Morabet und Pick gleich zwei Pfälzer zum Einschießen bereit. Der Debütant war geistesschneller und dürfte sein erstes Profitor bejubeln (39.). Rostock zeigte sich unbeeindruckt und hatte sofort den Ausgleich auf dem Fuß. Pascal Breiers Versuch aus kurzer Distanz parierte Spahic jedoch stark im Stile eines Handballtorwarts (40.). Quasi im erneuten Gegenzug hätte Pick auf 2:0 stellen können, verzettelte sich nach einem Konter jedoch.

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Morabets Traum-Debüt endet nach 45 Minuten

Während Schommers in der Pause den bereits gelbverwarnten Morabet auswechselte (für ihn kam Bakhat) nutze vor allem Hansa-Trainer Jens Härtel die Halbzeitpause zum Umstellen. Drei Wechsel und ein neues System sollten die Wende bringen und der FCK geriet zunächst auch gehörig unter Druck. Einigen gefährlichen Versuchen der Rostocker fehlte jedoch die Genauigkeit, ansonsten war Spahic zur Stelle. Die Pfälzer wirkten in der Offensive nicht mehr so antritts- und geistesschnell wie im ersten Durchgang. Schommers reagierte und brachte Thiele und Starke (für Röser und Pick/61.) und schon wurde es wieder gefährlich. Über Thiele kam Starke frei aufs Tor zu, ließ seine Chance jedoch liegen – stattdessen kam Zuck zum Abschluss, lupfte jedoch knapp am Tor vorbei (63.). Die Roten Teufel befreiten sich nun, hatten wieder mehr Ballbesitz. Doch es folgte der Nackenschlag. Nach einem Zweikampf zwischen Daniel Hanslik und Alexander Nandzik im Strafraum pfiff der Schiedsrichter Elfmeter für Rostock – Maximilian Ahlschwede verwandelte zum 1:1 (74.).

Hansa wollte nun mehr, erhöhte abermals den Druck und machten es dem FCK enorm schwer, die eigene Hälfte zu verlassen. Dennoch musste Spahic zunächst nicht eingreifen und die Abwehr der Roten Teufel hielt das meiste vom eigenen Tor fern. Mit dem Punktgewinn verpasst der FCK auch am Dienstagabend den absolut sicheren Klassenerhalt, könnte diesem aber eventuell bereits am Mittwoch vom Sofa aus bejubeln. Am Samstag im Heimspiel gegen Viktoria Köln (14 Uhr) kann das dann spätestens nachgeholt werden.

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Von Tommy Rhein