Abstieg so gut wie besiegelt: SVWW unterliegt in Darmstadt

Von links: Benedikt Röcker (SVWW), Felix Platte (SV98) und Sascha Mockenhaupt (SVWW). Foto: Hasan Bratic / RSCP

Der SV Wehen Wiesbaden wird wohl den Gang in die Dritte Liga antreten müssen. Dabei hatte die Mannschaft im Spiel gegen Darmstadt 98 einen absoluten Traumstart hingelegt.

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WIESBADEN. Die Chance auf den Klassenerhalt besteht nur noch auf dem Papier: Der Fußball-Zweitligist verliert im Hessenduell bei Darmstadt 98 1:3 (1:0). Die frühe Führung für den SVWW erzielte Manuel Schäffler (5.), für die Lilien trafen Serdar Dursun (63.), Seungho Paik (77.) und Marcel Heller (86.). Da zeitgleich der Karlsruher SC gegen Arminia Bielefeld noch einen 0:3-Rückstand in ein 3:3-Remis aufholte, wird der SVWW nach menschlichen Ermessen den Gang in die Dritte Liga antreten müssen. Zwar sind es nur drei Punkte Rückstand auf den KSC, doch die Karlsruher haben das um zehn Treffer bessere Torverhältnis.

Dabei waren die Gäste von Beginn an hellwach - und erwischte einen absoluten Traumstart. Nach nur fünf Minuten spielte Paterson Chato Linksverteidiger Dominik Franke mit einem tollen Pass frei. Franke flankte flach in die Mitte, wo sich Schäffler mit viel Wille in den Ball warf und zur 1:0-SVWW-Führung traf. Stefan Aigner (9.) hätte gar auf 2:0 stellen können, ehe die Gäste nach einer Lilien-Ecke und einem Kopfball von Serdar Dursun (14.) erstmals selbst eine brenzlige Situation überstehen mussten.

Lindner pariert Elfmeter, doch Lilien drehen das Spiel

Doch nach rund 20 Minuten begann die SVWW-Führung zu wackeln: Heinz Lindner konnte gegen Dursun (22./26.) zwei Mal stark parieren. Dann ertönte nach einer Darmstadt-Ecke ein Pfiff und Schiedsrichter Markus Schmidt zeigte auf den Elfmeterpunkt (27.), Maximilian Dittgen hatte Felix Platte am Trikot gezogen. Doch wieder war Lindner da, tauchte in seine rechte untere Ecke ab und entschärfte den Strafstoß von Tobias Kempe. Und da auch Paik (29.) zunächst nur das Außennetz traf, blieb es zur Pause bei der durchaus glücklichen SVWW-Führung. Doch hätte Maximilian Dittgen (40.) etwas präziser abgeschlossen, hätte es in einer extrem intensiven und hochspannenden Partie sogar 2:0 stehen können.

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Halbzeit zwei begann dann deutlich ausgeglichener, allerdings ohne die richtig großen Torchancen. Bis Dursun (62.) ganz knapp an einer Ecke der Hausherren vorbeirauschte - und eine Minute zappelte der Ball plötzlich im SVWW-Netz: Lindner war an dem Kopfball von Dursun zwar noch dran, konnte ihn aber nicht aus dem Winkel fischen, es stand 1:1. Doch es kam noch dicker: In der 77. Minute drosch Paik den Ball mit einem Gewaltschuss in das SVWW-Tor, die LIlien führten 2:1. Auf der Gegenseite traf Jeremias Lorch (80.) nur den Pfosten. Näher sollten die Gäste dem Ausgleich nicht mehr kommen, stattdessen machte der eingewechselte Marcel Heller (87.) alles klar. Ehe das späte Tor in Karlsruhe für Entsetzen beim SVWW sorgte.