2:1 im Derby: FCK holt ganz wichtige Punkte

aus 1. FCK

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Torjubel beim FCK nach dem 2:1 durch Daniel Hanslik (links). Foto: René Vigneron

Was für ein enorm wichtiger Sieg: Der 1. FC Kaiserslautern schlägt den Lokalrivalen und rückt in der Tabelle ganz nah ans rettende Ufer heran.

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KAISERSLAUTERN. Das war der ganz große Schritt, den der 1. FC Kaiserslautern so dringend gebraucht hat. Mit dem 2:1 (2:1)-Heimsieg im Saar-Pfalz-Derby gegen den 1. FC Saarbrücken haben die Roten Teufel die Lücke zum rettenden Ufer in der Dritten Liga quasi geschlossen. Nach dem 32. Spieltag trennen sie nun lediglich noch zwei Tore von Bayern München II, die derzeit den 16. Platz belegen. Zudem dürfte der emotional wichtige Sieg gegen den Lokalrivalen auch im Umfeld weitere Energie freisetzen. Daniel Hanslik (11./24.) wurde mit zwei Treffern zum gefeierten Helden in einer Partie, die vom Start weg Tempo hatte und von beiden Teams mit offenem Visier gespielt wurde.

Viele Sorgen begleiteten die Woche beim 1. FC Kaiserslautern, doch tatsächlich schafften es mit Marvin Senger, Jean Zimmer, Felix Götze und Tim Rieder alle angeschlagenen Spieler in die Startelf. Trainer Marco Antwerpen rotierte dennoch etwas, brachte Daniel Hanslik und Nicolas Sessa für den gesperrten Alexander Winkler und Kenny Prince Redondo. Zudem stellte er auf eine Dreierkette um, mit Sessa und Anas Ouahim als zentrale Mittelfeldspieler davor und offensiven Flügeln. Damit trafen zwei Ausrichtungen aufeinander, die Tore versprachen. Wenig verwunderlich also, dass diese nicht lange auf sich warten ließen.

Nachdem ein erster sehenswerter Angriff der Gäste noch verpuffte (7.), hatten die Roten Teufel das erste Wort. Zimmer trieb den Ball nach vorne, Sessa flankte scharf nach innen, wo Pourié den Ball per Kopf abnahm und Hanslik die Kugel am Boden liegend verwerte – das 1:0 für den FCK (11.). Saarbrücken ließ sich davon aber nicht beirren und schlug schnell zurück. Kapitän Manuel Zeitz köpfte eine Freistoßflanke unhaltbar in Kreuzeck (22.). Nun war der FCK wieder gefordert – und lieferte. Pourié eroberte den Ball stark, über Zimmer kam der Ball zu Philipp Hercher, der scharf und flach in den Strafraum spielte, wo erneut Hanslik zur Stelle war. Doppelpack, 2:1 für den FCK (24.). Tatsächlich lieferte das intensive Spiel in dieser Phase trotz vieler Offensivaktionen keine echte Torchance ab. Götze versuchte es einmal aus der Distanz (38.), vor der Pause übte dann Saarbrücken Druck aus. Mehr nicht. Vor der Halbzeit wurde es dann aber nochmal turbulent. Während einer Rudelbildung gerieten Sessa und Fanol Perdedaj aneinander, Schiedsrichter Robert Schröder beließ es bei einer Ermahnung und schickte die Teams in die Kabinen.

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Bakhat lässt das 3:1 liegen – Spahic hält den Laden sauber

Nach dem Seitenwechsel kamen dann die Gäste deutlich besser aus den Startlöchern. Marvin Sverko ließ die bis dahin größte Chance der Gäste aber liegen, als freistehend wenige Meter vor dem Tor abschloss, aber deutlich zu hoch zielte (51.). Tobias Jänicke zielte da schon besser, fand aber in FCK-Keeper Avdo Spahic seinen Meister (54.). Vielmehr passierte in der Anfangsphase nicht. Der FCK hatte Probleme, sich aus der Saarbrücker Umklammerung zu lösen. Neuen Schwung brachte Antwerpen dann von der Ersatzbank, der rot-gefährdete Sessa musste runter und Anas Bakhat kam. Und fasst hätte der sofort zugestochen. Nach einem von Bakhat selbst eingeleiteten Angriff kam der Ball schließlich zu dem Eingewechselten zurück, aus wenigen Meter verfehlte er jedoch denkbar knapp (65.). Fast hätte sich diese fahrlässig ausgelassene Chance gerächt, aber Jänicke scheiterte erneut an Spahic (69.) und Sebastian Jacob verzog seinen Versuch wenige Sekunden später. Es ging also mit neuem Wind und weiterhin 2:1 in die Schlussphase.

Diese leitete die nächste gute Chance der Gäste ein. Kianz Froese durfte sich diesmal versuchen, wieder war Spahic zur Stelle (75.). Beim FCK, inzwischen mit Elias Huth und Kenny Prince Redondo für Pourié und Zimmer im Angriff, versuchte sich Senger mit einem harmlosen Kopfball nach einer Ecke (76.). Danach schaffte es der FCK gut, Saarbrücken vom eigenen Tor fernzuhalten und lauerte darauf, selbst durch Konter gefährlich zu werden. Diese blieben zwar aus, aber nach einem Freistoß hatte erneut Hanslik die Chance, kam aber nicht richtig hinter den Ball (86.). Wenig später verpasste Hanslik nach Redondo-Pass nochmals (88.).

Nun biss sich der FCK aber in der Hälfte der Gäste fest, nahm geschickt Zeit von der Uhr. Saarbrücken kam erst in der Nachspielzeit wieder zum Angriff, ein Versuch von Markus Mendler war für Spahic aber kein Problem. Mehr kam nicht, der Schlusspfiff löste beim FCK und seinem Anhang alle Fesseln. Mit diesem wichtigen Sieg sind die Pfälzer ganz nah am Nichtabstiegsplatz, schon am Dienstag (19 Uhr) beim MSV Duisburg könnten sie diesen erreichen.

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Von Tommy Rhein