Klarer Auftrag: Absolute Leidenschaft im Abstiegskampf

aus Mainz 05

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Achim Beierlorzer will mit Mainz 05 auch gegen spielstarke Hoffenheimer punkten. Archivfoto: Sascha Kopp

Mainz 05 erwartet nach dem Abnutzungskampf bei Union Berlin ein völlig anderes Spiel gegen spielstarke Hoffenheimer.

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MAINZ. Man kann das durchaus auch als Drohung an die ballspielende Belegschaft verstehen. Tenor: Wer jetzt noch nicht den Ernst der Lage verstanden hat und wer jetzt nicht bereit ist, diesen Auftrag gemeinsam mit den Kollegen anzugehen und zu erfüllen, der sollte es lieber sein lassen und zu Hause bleiben. Nun, ganz so harsch haben es Achim Beierlorzer und Rouven Schröder nicht formuliert, aber so ähnlich. Cheftrainer und Sportvorstand von Mainz 05 haben im Bundesliga-Abstiegskampf einen klaren Auftrag an ihre Angestellten ausgerufen. „Absolute Leidenschaft, Teamfähigkeit, Mentalität, absolute Geschlossenheit – das ist vorhanden und das müssen wir in die Waagschale werfen“, sagt Beierlorzer und fügt hinzu: „Das sind die wichtigen Aspekte. Und dazu brauchen wir eine positive Energie in der ganzen Truppe. Das heißt nicht, dass wir alles abnicken und schönreden. Wir gehen kritisch mit uns und unserer Situation um.“ Sportvorstand Schröder sagt: „Wir haben sechs Spiele, das zu regeln, uns zu pushen und es aus eigener Kraft schaffen. Darauf müssen wir uns einstellen. Wer da nicht mitmachen möchte...“ Der wird in den finalen sechs Partien – angefangen am Samstag (15.30 Uhr) gegen den Tabellensiebten 1899 Hoffenheim – keine Rolle spielen. „Wir machen uns schon selbst den Druck und wissen genau, das wir unser Ziel noch nicht erreicht haben“, ergänzt Schröder, „aber wir sind nicht die Einzigen, die noch nicht sicher sind. Es ist noch alles drin. Aber noch mal: Wir können und wollen es selbst regeln.“

Einsatz von Jeremiah St. Juste fraglich

Nach dem Abnutzungskampf am Mittwochabend bei Union Berlin (1:1) erwartet die 05er nun mit Hoffenheim ein völlig anderer Gegner (Beierlorzer: „Eine spielstarke Mannschaft, die den Ballbesitz pflegt und sich den Gegner zurechtlegt“) und ein völlig anderes Spiel. Eines, in dem seine Mainzer alles investieren müssten, betont der 05-Coach. Und niemand dürfe nur ansatzweise erwarten, dass es noch mal so kurios und perfekt laufe wie in der Hinrunde, als die Rheinhessen bei Beierlorzers 05-Debüt in Unterzahl einen 5:1-Überraschungscoup in Sinsheim landeten. Der Trainer muss schmunzeln, wenn er de perfekte Premiere zurückdenkt: „Es gibt einige Aspekte, die wir richtig gut gemacht haben. Wir waren eine Mannschaft – und da müssen wir anknüpfen. Aber es wird ein komplett anderes Spiel. Das müssen wir geschlossen als Team angehen. Und alles mitreißen und investieren, was wir investieren können.“ Personell: Definitiv ist nur der Ausfall des langzeitverletzten Robin Zentner. Der Einsatz des niederländischen Verteidigers Jeremiah St. Juste ist noch fraglich und entscheidet sich kurzfristig.

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