Hinteregger: "Gladbach ist schwer, aber machbar"

aus Eintracht Frankfurt

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Trifft am Wochenende auf seinen Ex-Klub: Martin Hinteregger. Foto: dpa

Für Eintracht Frankfurt startet die Bundesliga am Wochenende zuhause gegen Borussia Mönchengladbach. Der SGE-Abwehrchef wünscht sich ein Tor und drei Punkte gegen seinen Ex-Klub.

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FRANKFURT. Max Eberl war Martin Hinteregger vor vier Jahren eine Million Euro wert. So viel hat der Manager von Borussia Mönchengladbach im Winter 2016 für den damals 23 Jahre alten Nationalspieler an Leihgebühr an RB Salzburg bezahlt. So richtig ausgezahlt hat sich für die Borussia damals nicht. Hinteregger ist nur auf zehn Spiele in der Rückrunde der Saison 15/16 gekommen, Stammspieler wurde er bei den Gladbachern nicht. Das hat sich in den letzten Jahren beim FC Augsburg und bei der Frankfurter Eintracht grundlegend geändert. Das Ansehen und sie sportliche Wertschätzung für Hinteregger sind ebenso gestiegen wie die Ablösesummen. Die Augsburger haben im Sommer 2016 zehn Millionen Euro nach Salzburg überwiesen, die Frankfurter erst eine Leihgebühr von 800 000 Euro, vor dieser Saison noch einmal neun Millionen Euro an den FC Augsburg. Inzwischen liegt der Marktwert von Hinteregger laut „transfermarkt,de“ bei knapp 15 Millionen Euro und es soll Interessenten aus England gegeben habenm die bereit waren., diese auch zu zahlen. Das war vor Corona, macht aber in jedem Fall die sportliche Entwicklung des Abwehrspielers deutlich.

In kurzer Zeit zum Publikumsliebling aufgestiegen

Hinteregger ist in Frankfurter in kürzester Frist nicht nur zum Leistungsträger, sondern auch zum Publikumsliebling aufgestiegen. Wenn „Hinti“ grätscht geht ein Raunen durchs Publikum, wenn er ein Tor erzielt, dann wird er mit langgezogenen „Hinti“-Rufen gefeiert. Sogar ein eigens Lied haben ihm die Fans schon gewidmet. Für Trainer Adi Hütter, auch ein ausgewiesener Hinteregger-Befürworter, war es eine ausgesprochen gute Nachricht, dass sich der Verteidiger rechtzeitig zum Neustart der Liga am Samstag (18.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach nach einer kurzen Verletzungspause gesund und fit zurückgemeldet hat. Wie viele seiner Kollegen kann er den Anpfiff kaum erwarten. „Die Freude ist riesengroß“, sagt er, „endlich gibt es wieder einen Wettkampf, endlich geht es wieder um Etwas, endlich können wir wieder um etwas kämpfen“. Es sind typische Hinteregger-Aussagen, die da aus ihm heraussprudeln und von Herzen kommen.

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Mannschaft "gut in Form"

Der österreichische Nationalspieler (45 Länderspiele) sieht mehr sportliche Chancen als Risiken für die Eintracht beim Neustart. Er glaubt die Mannschaft „gewappnet“ und „gut in Form“. Den Gegner bezeichnet er als „starke Mannschaft“, sogar als „Meisterkandidaten.“ Eine „Übermacht“ aber sei die Borussia nicht. Das Ziel der Eintracht seien eindeutig drei Punkte. „Es wird ein hartes Spiel, aber eine machbare Aufgabe“, glaubt der 27 Jahre alte Frankfurter Abwehrchef. Die eigenen Kollegen hätten ihn zuletzt in jedem Training überzeugt. „Wir hatten zwei kurze intensive Einheiten am Dienstag“, erzählt er vom Geschehen auf dem Trainingsplatz, „alle sind heiß, jeder will spielen.“

Gute Erinnerungen an Gladbach

An seine kurze Zeit in Mönchengladbach von Januar bis Juni 2016 denkt er trotz einiger sportlicher Probleme gerne zurück. „Das ist ein toller Verein, ich habe mich dort trotz allem gut eingefunden“, sagt er. Gegen den ehemaligen Klub zu spielen sei für ihn auch diesmal wieder etwas „Besonderes“. Als Gegner verbindet er mit den Gladbachern gute Erinnerungen. „Die liegen mir“, glaubt Hinteregger, „gegen die habe ich schon zwei, drei Tore gemacht.“ Genau zwei waren es. Den 1:0-Siegtreffer für den FC Augsburg am 17.Dezember 2016. Und am 27.Oktober letzten Jahres in der Vorrunde das zweite Tor für die Eintracht bei der 2:4-Niederlage in Mönchengladbach. „Vielleicht gelingt mir ich ja wieder ein Tor“, hofft er, „Zeit wäre es.“ 125 Bundesligaspiele hat Hinteregger bislang absolviert und zwölf Treffer erzielt. Immerhin sieben davon in seinen 36 Einsätzen für die Eintracht. Es besteht also Hoffnung.

Von Peppi Schmitt