Flügelflitzer verlässt den FSV Mainz 05

aus Mainz 05

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Gerrit Holtmann, hier bei einem Trainingsspiel von Mainz 05. Archivfoto: Lukas Görlach

2016 mit großen Hoffnungen zum FSV Mainz 05 gekommen, konnte sich der 25-Jährige bei den Rheinhessen nicht durchsetzen. Jetzt geht es ins Ruhrgebiet.

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MAINZ. Dieses Mal ist es kein Abschied auf absehbare Zeit. Dieses Mal räumt Gerrit Holtmann seinen Spind am Mainzer Bruchweg aus. Und zwar komplett. Dieses Mal verlässt der Flügelflitzer den Fußball-Bundesligisten Mainz 05 endgültig und schließt sich dem Zweitligisten VfL Bochum an, wo er einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat.

Im Sommer 2016 hatten die Rheinhessen Holtmann mit großen Hoffnungen geholt, für seine Dienste 1,7 Millionen Euro an Eintracht Braunschweig überwiesen. Nach einer starken Zweitliga-Saison (30 Spiele, vier Assists, fünf Tore) bei den Löwen stand der schnelle Außenspieler bei vielen Vereinen auf dem Zettel, den 05ern sagte er schließlich zu. In der Premierensaison unter Trainer Martin Schmidt kam Holtmann allerdings kaum zum Zug (fünf Bundesliga-, sechs Drittliga-Einsätze).

Schmidt-Nachfolger Sandro Schwarz schenkte ihm mehr Vertrauen (17 Erstliga-Einsätze, zwei Tore), meistens auf der linken Seite, und immer wieder deutete er mit seinem Tempo sein Potenzial an, zeigte es allerdings nie nachhaltig. Was freilich auch am Verletzungspech lag. Eine Fußverletzung warf ihm im dritten 05-Jahr, das er noch in der Startelf begonnen hatte beim Auftakt-1:0 gegen den VfB Stuttgart, komplett zurück. Im Grunde erholte sich Holtmann davon nie mehr so richtig, hinzu kam die starke interne Konkurrenz auf den Außenbahnen. Auch deshalb entschieden sich die Mainzer im Sommer 2019, den 25-Jährigen an den SC Paderborn auszuleihen.

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Unter Steffen Baumgart kam Holtmann 24 Mal zum Einsatz, kehrte nach dem Bundesliga-Abstieg der Paderborner für die 05-Sommervorbereitung nach Mainz zurück. Bis der VfL Bochum anklopfte. „Aufgrund der Situation im Kader wäre es für Gerrit Holtmann schwierig geworden, bei uns auf adäquate Einsatzzeiten zu kommen“, sagt 05-Sportvorstand Rouven Schröder. „Daher ist ein endgültiger Wechsel für ihn und für uns die beste Entscheidung.“