Europa League: Eintracht-Remis mit wildem Ende

aus Eintracht Frankfurt

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Martin Hinteregger (M) und Istanbuls Mergim Berisha kämpfen im Europa-League-Spiel um den Ball.  Foto: dpa

Im Auftaktspiel gegen Fenerbahce Istanbul reicht es für die Hessen am Ende nur zu einem 1:1-Unentschieden. Kevin Trapp pariert in der Nachspielzeit einen Elfmeter.

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FRANKFURT. Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt ist mit einem Remis in die Europa-League-Saison gestartet. Gegen den türkischen Erstligisten Fenerbahce Istanbul reichte es für die Hessen trotz zahlreicher Chancen im zweiten Durchgang am Ende nur zu einem 1:1-Unentschieden.

Trapp verhindert frühen Rückstand

Frankfurts Trainer Oliver Glasner, der das Spiel wegen einer Uefa-Sperre aus einer Stadionloge verfolgen musste, nahm gegenüber dem 1:1-Unentschieden in der Liga gegen den VfB Stuttgart gleich vier Veränderungen vor. Rechtsverteidiger Danny da Costa ersetzte den angeschlagenen Christopher Lenz, Erik Durm verteidigte dafür auf links. Neuzugang Kristijan Jakic feierte sein Startelf-Debüt im Eintracht-Dress, dafür musste Ajdin Hrustic erstmal auf der Bank Platz nehmen. Filip Kostic und Stürmer Rafael Borré durften ebenfalls von Beginn an mitmischen, dafür schauten Jens Petter Hauge und Jesper Lindstrøm erstmal zu.

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Das Spiel war keine Minute alt, da hatten alle Fenerbahce-Fans schon den Torschrei auf den Lippen. Diego Rossi lief alleine auf Eintracht-Schlussmann Kevin Trapp zu, doch der Keeper bewahrte die Hessen vor dem frühen Rückstand.

In Minute zehn lag der Ball dann im Tor der Frankfurter, Ex-Nationalspieler Mesut Özil hatte aus abseitsverdächtiger Position getroffen. Die Szene wurde vom Video-Assistenten überprüft, bevor Schiedsrichter Maurizio Mariani auf Tor für Fenerbahce entschied – die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung für die Gäste. Bei der Eintracht war bis dahin nichts von Europacup-Euphorie zu spüren.

Es dauerte bis zur 23. Minute, ehe die Glasner-Elf gefährlich vor das Tor der Türken kam – dann aber richtig. Jakic, der eine starke Partie zeigte, eroberte den Ball im Mittelfeld und spielte Kostic frei. Der Serbe legte quer, doch Mittelstürmer Sam Lammers verpasste in der Mitte knapp. Borré macht die Szene im Anschluss mit seinem Pass in den Rückraum sofort wieder heiß, doch den Schuss von Djibril Sow parierte Gäste-Keeper Altay Bayindir stark. Keine Abwehrchance hatte der Schlussmann dann in der 41. Spielminute. Wieder legte Kostic nach einem fulminanten Sprint über links in die Mitte, dieses Mal verwertete Lammers souverän zum etwas schmeichelhaften 1:1-Ausgleich, gleichzeitig auch der Halbzeitstand.

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Die 25.000 Fans im Deutsche-Bank-Park sahen zu Beginn der zweiten Halbzeit einen verhaltenen Start beider Mannschaften. Eintrachts Jakic avancierte mehr und mehr zum Taktgeber im Mittelfeld, in der 58. Spielminute schickte der Kroate Borré mit einem herrlichen Diagonalball in die Tiefe, die Hereingabe Borrés konnte Kamada zentral vorm Tor allerdings nicht verwerten.

Zweiter Treffer von Lammers zählt nicht

In Minute 60 traf Lammers nach Vorlage von Kamada erneut, doch der Japaner stand vor seiner Hereingabe im Abseits, weshalb der Treffer nicht zählte.

Die Eintracht agierte mit zunehmender Spieldauer druckvoller, Kostic hätte die Hessen in der 75. Spielminute in Führung bringen können, vergab jedoch aus halblinker Position. Als alle Akteure bereits mit einem Unentschieden rechneten, zeigte Schiedsrichter Mariani plötzlich auf den Elfmeterpunkt – und zwar im Strafraum der Eintracht. Trapp hatte Pelkas zu Fall gebracht, doch der Gefoulte scheiterte am Frankfurter Keeper. Den Nachschuss verwertete der eingewechselte Berisha, doch dieser war vor dem Elfmeter zu früh in den Strafraum gelaufen, weshalb der Treffer kurz darauf aberkannt wurde. Eine wahrlich wilde Schlussphase.