Eintracht muss aus dem Urlaub direkt in den Europapokal

aus Eintracht Frankfurt

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Im Hinspiel kassierte Eintracht Frankfurt gegen den FC Basel eine 0:3-Heimpleite. Foto: dpa

Der Gegner steckt mitten im Ligabetrieb, die Eintracht beginnt kommende Woche mit dem gemeinsamen Training. Das EL-Rückspiel gegen Basel wird für die Hessen ein Start von...

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FRANKFURT. In zwei Wochen, am Donnerstag, den 6. August (21 Uhr), muss die Frankfurter Eintracht ihr erstes Pflichtspiel der neuen Saison bestreiten. In Wahrheit freilich ist das Rückspiel im Achtelfinale der Europa-League (EL) beim FC Basel ja noch die Fortsetzung der alten Saison. Während der Gegner seit Wochen von einer „englischen Woche“ in die nächste jagt, um die Schweizer Liga nach Corona irgendwie noch sportlich zu Ende zu bringen, sind die Frankfurter noch in Urlaub. Auf die faule Haut legen dürfen sich die Eintracht-Profis freilich nicht mehr. Nur in den ersten zwei Wochen der vierwöchigen Fußball-Ferien war totale Entspannung angesagt. Seit dem 15. Juli müssen wieder Aufgaben erfüllt werden. Kraft- und Ausdauertraining wechseln sich da ab. Und so posten die Spieler seit einigen Tagen wieder hübsche Bilder vom Training am Strand oder zu Hause im Garten.

Gemeinsam geht es für die Eintracht dann in der kommenden Woche weiter. Am Montag und Dienstag stehen die obligatorischen von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) vorgeschriebenen Medizintests auf dem Programm. Zusätzlich sind an beiden Tagen Corona-Tests vorgesehen. Denn die konsequenten Hygiene-Regeln der DFL bestehen auch in der neuen Saison weiter. Zum ersten Mal auf dem Platz stehen werden die Eintracht-Profis mit Trainer Adi Hütter am kommenden Mittwoch, 29. Juli, also gut eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel. Das gab‘s noch nie in der Profi-Geschichte der Eintracht. Fehlen wird beim Auftakt auf dem Platz, Stand jetzt, nur Makoto Hasebe, dem es nach seiner Knieoperation (Entfernung eines freischwebenden Gelenkkörpers) in der japanischen Heimat zwar gut geht, der aber noch den einen oder anderen Tag zur Regeneration braucht.

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Die Trainingspläne für die Urlaubszeit wurden noch vom Athletik-Trainer-Trio Andreas Biritz, Markus Murrer und Martin Spohrer ausgearbeitet. Mit Beginn der Vorbereitung wird dann Andreas Beck verantwortlich übernehmen, der neue Leiter im Bereich „Athletik, Prävention und Rehabilitation“. Der 44 Jahre alte in Frankfurt geborene Sport- und Trainingswissenschaftler kommt von Borussia Dortmund. Dort hat er acht Jahre gearbeitet, zuvor war er beim 1. FC Nürnberg tätig. Die Vorbereitung auf die neue Saison wird nicht nur ihn, sondern auch die sportlich Verantwortlichen vor große Herausforderungen stellen. Beim ersten Spiel muss die Eintracht gleich von „Null auf Hundert“ durchstarten. Die Unterschiede zum Gegner könnten größer nicht sein. Der FC Basel steht mitten in der Saison, bestreitet bis zur Begegnung gegen die Eintracht noch vier weitere Spiele, das letzte am 3. August gegen Luzern. Die Eintracht hatte ihr letztes Spiel am 27. Juni gegen den SC Paderborn und wird bestenfalls ein internes Trainingsspielchen vorm Duell in Basel bestreiten können.

Sollte die Eintracht in Basel weiterkommen, was nach der 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel eher unwahrscheinlich ist, würde die EL mit Viertelfinale, Halbfinale und Endspiel in Turnierform zwischen dem 10. und 21.August in Nordrhein-Westfalen ausgespielt. Ein vernünftiger Trainingsaufbau wäre auch dann nicht möglich. Scheidet die Eintracht aus, was die wahrscheinlichere Variante ist, kann danach die „richtige“ Vorbereitung beginnen. Erster Pflichttermin ist dann der 11. September die erste DFB-Pokal-Hauptrunde. Der Gegner wird am Sonntag in der ARD-Sportschau ab 18.30 Uhr ausgelost.

Von Peppi Schmitt