Eintracht gegen St. Etienne: Generalprobe für Team und Fans

aus Eintracht Frankfurt

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Rafael Santos Borré (vorne) von River Plate, mittlerweile bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag.   Foto: Nelson Almeida/Pool AFP/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Hrustic, Rode und Lindström fehlen in der Aufstellung für das Testspiel. Bei dem Match gegen gegen AS St. Etienne dürfen 10.000 Zuschauer im Stadion dabei sein.

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FRANKFURT. Das Testspiel der Frankfurter Eintracht am Samstag (15.30 Uhr, live im hessischen Fernsehen) gegen AS St. Etienne wird zur doppelten Generalprobe. Für die Mannschaft, die eine Woche vor dem Pokalspiel beim SV Waldhof Mannheim gefordert ist, im Training Geübtes im Spiel umzusetzen. Und für die Fans, die zum ersten Mal seit dem 3.Oktober letzten Jahres (8000 in der Bundesliga gegen Hoffenheim) wieder in größerer Anzahl dabei sein dürfen. 10 000 Zuschauer sind diesmal zugelassen, das hat die Eintracht mit dem Frankfurter Gesundheitsamt vereinbart. Und dabei ist es trotz Querschüssen aus dem hessischen Sozialministerium geblieben. Eine Regelung, die Eintracht-Justitiar Philipp Reschke als „mutig, salomonisch und akzeptanzfähig“ bezeichnete. Nun müssen der Klub und die Fans das Hygienekonzept bestmöglich umsetzen, damit beim ersten Bundesligaheimspiel am 21.August gegen den FC Augsburg dann bis zu 25.000 in die Arena dürfen.

10.000 Karten im Verkauf

Obwohl mit dem Ticketverkauf erst am Mittwoch begonnen werden konnte, rechnet die Eintracht damit, dass alle 10.000 Karten an Mann und Frau und Kinder gebracht werden. Ins Stadion dürfen nur Geimpfte, Genesene oder Getestete, die Tickets waren in den letzten beiden Tagen nur online zu buchen. Auf den Zuschauersitzplätzen, Stehplätze gibt es keine, soll das sogenannte „doppelte Schachbrettmuster“ zum Tragen kommen. Zwei Plätze nebeneinander werden besetzt, zwei Plätze bleiben frei und so weiter. Die Pflicht, Maske zu tragen, gilt bis zum Platz, dann darf sie abgenommen werden, ebenso zum Essen und Trinken. Die Fans werden gebeten, auf Megafone, Trommeln und große Fahnen zu verzichten. Sollte sich das Konzept bewähren, werde man „Stück für Stück zur Normalität zurückkehren können“, heißt es bei der Eintracht.

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Bei den Spielern herrscht große Vorfreude. „Wir haben alle sehr lange auf diesen Moment gewartet“, sagt Erik Durm stellvertretend für die Kollegen, „ich bin davon überzeugt, dass die Stimmung geil sein wird.“ Die Mannschaft werde alles reinhauen, um den Fans ein gutes Spiel zu bieten. Dabei wird auch auf dem Rasen einiges probiert werden. Trainer Oliver Glasner muss gegen den letztjährigen Elften der französischen Ligue 1 mit Ajdin Hrustic (Covid-Erkrankung), Sebastian Rode (Knieverletzung), Almamy Toure (Sehnenverletzung) und Jesper Lindström (muskuläre Probleme) mindestens auf vier Spieler verzichten. Ob Filip Kostic eingesetzt werden kann, ist noch offen. Der Flügelstürmer hat nach einer Erkältung am Freitag immerhin wieder auf dem Platz trainiert. Zurückgekehrt nach Frankfurt ist Olympia-Fahrer Ragnar Ache. Er absolvierte am Freitag medizinische Tests.

Neuzugang Rafael Santos Borré erstmals dabei

Besonders gespannt werden die Zuschauer auf Rafael Santos Borré sein. Der Neuzugang von River Plate Buenos Aires wird zum ersten Mal im Eintracht-Trikot auflaufen. Mit Djibril Sow und Steven Zuber werden die beiden Schweizer EM-Fahrer auch zum ersten Mal wieder dabei sein. So könnte die Eintracht beginnen: Trapp – Tuta, Hinteregger, Ndicka – Da Costa, Hasebe, Sow, Zuber – Kamada, Younes – Borré. Mit dabei: Grahl, Ramaj, Otto, Durm, Chandler, Lenz, Ilsanker, Barkok, Blanco, Akman.

Von Peppi Schmitt