Eintracht Frankfurt mit Remis im Test gegen AS Monaco

aus Eintracht Frankfurt

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An alter Wirkungsstätte verabschiedet sich AS-Trainer Niko Kovac bei den Frankfurter Spielern wie Dominik Kohr, Tuta und Timothy Chandler (v.l.n.r.) nach dem Remis.  Foto: dpa

Unentschieden endete am Samstag ein Testspiel zwischen Eintracht Frankfurt und AS Monaco. Die wichtigen Entscheidungen hab es aber jenseits des Platzes.

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FRANKFURT. Der erste Test ist nur halb gelungen. Nach vier Wochen Urlaub und drei Tagen Training hat die Frankfurter Eintracht gegen die AS Monaco ein 1:1 (0:0) erreicht. Goncalo Paciencia war in der 59. Minute der Torschütze für die torgefährlicheren Frankfurter gegen durchaus spielstarke Monegassen. Den Ausgleich erzielte Jonathan Panzo sechs Minuten vor dem Ende.

Die wichtigsten Personalentscheidungen sind wohl unabhängig vom Spiel gefallen. Mijat Gacinovic und Lucas Torró standen nicht im Kader, sie waren „freigestellt“ für Gespräche mit anderen Klubs, wie die Eintracht mitteilte. Bei Gacinovic ist das die TSG Hoffenheim, im Gespräch ist ein Tauschgeschäft mit Steven Zuber. Bei Torró ist es OS Osasuna, sein früherer Klub aus der spanischen Premiera Division. Angeblich haben sich die beiden Klubs auf eine Ablösesumme von 2,5 Millionen Euro geeinigt. Das Problem für Trainer Hütter: Für das Europacupspiel am Donnerstag in Basel ist sein Kader ziemlich ausgedünnt, denn Neuzugänge dürfen dort ja noch nicht spielen.

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Kuriose erste Halbzeit

Das Spiel gegen Monaco verlief zumindest in der ersten Halbzeit kurios, die Franzosen, genauer die Monegassen, waren spielerisch deutlich überlegen, ballsicherer, auch kombinationssicherer. Die Eintracht lief viel hinterher, was nach einer vierwöchigen Pause nicht wirklich überraschend war. Doch die Eintracht war viel effektiver und gefährlicher als der Gegner. Chancen gab es drei Stück bis zur Pause, alle für die Frankfurter. Bas Dost schoss nach Flanke von Filip Kostic weit drüber, dann wurde er im letzten Moment geblockt. Schließlich scheiterte der sonst blasse Aymen Barkok, der als einziger Spieler, der für Basel keine Spielberechtigung hat, von Anfang an mittun durfte, an Torwart Lecomte.

Der Frankfurter Trainer hatte sich entschlossen, die Partie als Test für alle zu betrachten, aber nicht wirklich als Gelegenheit, das Team für das Euroleague-Spiel in Basel einzuspielen. Er schickte zwei verschiedene Teams in den beiden Halbzeit aufs Feld, bunt gemischt, sodass keine großen Rückschlüsse auf die Aufstellung am nächsten Donnerstag gezogen werden konnten. Erstaunlich und erfreulich für die Eintracht: Makoto Hasebe stand gut vier Wochen nach einer Knieoperation wieder putzmunter auf dem Platz.

Eintracht blieb gefährlicher

Auch nach dem Wechsel blieb die Eintracht mit einer komplett neuen Mannschaft, Ausnahme Torwart Kevin Trapp, die gefährlichere. In der 59. Minute gelang dann Goncalo Paciencia das erste Tor der neuen Saison. Oder war es das letzte der alten? Jedenfalls hatten sich Paciencia und Daichi Kamada am linken Flügel durchgespielt und der Portugiese dann im Strafraum nicht lange gefackelt und mit links getroffen. Ein blitzsauberes Tor. Kamada hätte eine Viertelstunde vor Schluss zwingend den zweiten Treffer erzielen müssen, traf aber völlig alleine im Strafraum nur den Pfosten. So musste die Eintracht nach einem katastrophalen Fehlpass von Evan Ndicka durch Jonathan Panzo den Ausgleich hinnehmen.

Von Peppi Schmitt