Eintracht Frankfurt holt Unentschieden in Wolfsburg

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Frankfurts Sam Lammers (r.) schießt das zwischenzeitliche 1:0 für die Eintracht. Wolfsburgs Koen Casteels (Mitte) kommt nicht mehr an den Ball.  Foto: dpa

In Wolfsburg gelingt der Frankfurter Eintracht ein etwas glückliches 1:1. Im Lauf der zweiten Halbzeit wurden die Wölfe immer stärker und hätten fast noch gewonnen.

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WOLFSBURG. Über die letzten drei Unentschieden hat sich die Frankfurter Eintracht geärgert. Über das 1:1 (0:1) beim VfL Wolfsburg haben sich die Frankfurter gefreut. Dieser Punkt bei dem seitherigen Tabellenführer war hart erkämpft, er war nicht unverdient, aber er war auch ein wenig glücklich. Getroffen haben zwei Holländer: Sam Lammers hat mit seinem ersten Saisontor die Eintracht in Führung gebracht, Wout Weghorst den gerechten Ausgleich erzielt. Die Frankfurter warten damit weiter auf den ersten Sieg der Saison.

Nur zwei Tage Zeit nach dem Europacup, „nur Regenerationstraining“, wie Glasner sagte, dennoch hatte der Frankfurter Trainer seine Mannschaft unverändert gegenüber dem Istanbul-Spiel aufs Feld geschickt und auf Wechsel verzichtet. Das war erstaunlich. „Wir müssen uns einspielen“, sagte er zur Begründung. vorher, „und es ist auch gut, wenn wir frische Kräfte nachschieben können.“ Gar nicht im Kader standen Tuta, Ragnar Ache und Aymen Barkok.

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Wolfsburger waren entschlossener

Unabhängig von der personellen Besetzung war die Eintracht auch diesmal wieder nicht von Beginn an wach. Die Wolfsburger waren entschlossener, gefährlicher, vor allem bei Standards. Flog der Ball hoch in den Frankfurter Strafraum, brannte es lichterloh. In der 4. Minute kam Guilavogui frei zum Kopfball, drüber. In der 16. Minute war es Wout Weghorst, der am höchsten stieg, den Ball aber an die Latte platzierte. Da hatte die Eintracht Glück. Dieser Aluminium-Treffer war für die Frankfurter so etwas wie ein Wachmacher. Nun beteiligten sie sich endlich am Spiel, gingen energischer in Zweikämpfe und wurde nach und nach gleichwertig.

Und prompt hatte auch die Eintracht eine Torchance. Nach einem Freistoß von Filip Kostic kam Sam Lammers frei zum Kopfball. Torhüter Koon Casteels reagierte prächtig. Nun waren die Gäste im Spiel, bekamen nach und nach Oberwasser. In der 38. Minute gelang der Eintracht dann ein Traumtor. Über Martin Hinteregger, Daichi Kamada, Erik Durm und Kostic kam der Ball zu Lammers. Der Frankfurter Holländer nahm den Ball direkt und traf unhaltbar hoch ins Eck. Fünf Minuten darauf hätte es 2:0 stehen können. Die Konterchance war groß, Kamadas Hereingabe präzise, doch Kostic traf vier Meter vor dem Tor den Ball nicht. Kurz darauf noch ein Konter, doch da verdaddelte Kamada den Ball.

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Der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit

Nach dem Wechsel kippte die Partie wieder auf die Seite der Wolfsburger. Ganz langsam, aber auch ganz sicher wurde der Druck erhöht. Das lag auch daran, dass mit Lukas Nmecha nun ein weiterer Stürmer für Renato Steffen im Spiel war. Die Eintracht schwamm, wehrte sich fast schon verzweifelt. Aber der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit. In der 70. Minute war es dann so weit. Kevin Mbabu spielte im Strafraum erst Sow, dann Lammers aus, den Rückpass nahm Luca Waldschmidt direkt, Trapp reagierte prächtig, hatte aber wieder einmal Pech. Denn Weghorst stand beim Abpraller goldrichtig und „staubte ab“ zum 1:1.

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Glasner reagierte erstaunlich. Er nahm mit Kostic und Lammers zwar zwei Stürmer vom Platz, brachte aber auch zwei Stürmer aufs Feld. Dabei war es nun nur noch eine Abwehrschlacht. Wolfsburg erhöhte den Druck immer mehr. Aber auch darauf reagierte der Frankfurter Trainer, schickte mit Ajdin Hrustic und Stefan Ilsanker zehn Minuten vor dem Ende dann doch zwei eher defensiv ausgerichtete Spieler aufs Feld. Die völlig ausgepumpten Sow und Kamada mussten runter. Am Ende brauchte die Eintracht den „VAR“, der bei einem Treffer von Weghorst in der Nachspielzeit eine Abseitsstellung erkannt.

Von Peppi Schmitt