Eintracht: Der Kader steht - mit einer Ausnahme

aus Eintracht Frankfurt

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Eintracht-Trainer Oliver Glasner. Foto: dpa

Eintracht Frankfurt ist für die kommende Runde gut aufgestellt, sucht allerdings noch Ersatz für den abgewanderten Torjäger André Silva. Eine Kaderanalyse.

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FRANKFURT. Am Montag sind nach ihrem verlängerten Urlaub die Nationalspieler Daichi Kamada (Japan) und Ajdin Hrustic (Australien) nach Frankfurt zurückgekehrt und mit den vorgeschriebenen medizinischen Tests eingestiegen. Neuzugang Jesper Lindström hat am Nachmittag zum ersten Mal mit den Kollegen auf dem Platz gestanden. Erik Durm, Amin Younes und Sebastian Rode, zuletzt leicht angeschlagen, werden im Laufe der Woche auch wieder durchstarten. Tuta darf nach Corona-Quarantäne wieder mitmachen. Und im Laufe der nächsten beiden Wochen werden dann nach und nach auch die sieben EM-Fahrer und Neuzugang Santos Borré die Arbeit in Frankfurt wieder aufnehmen. Die neue Eintracht nimmt also Formen an. Trainer Oliver Glasner kann mit einem breiten, ausgewogenen Kader arbeiten. Stand jetzt gibt es nur eine einzige Lücke: Torjäger André Silva, der nach Leipzig gewechselt ist, muss noch ersetzt werden. Zwei Kandidaten sollen in der engeren Wahl sein.

Das Aufgebot umfasst aktuell ohne Jugendspieler 30 Profis, könnte also durchaus noch etwas verkleinert werden. Zudem ist ja noch nicht sicher, ob die Eintracht Filip Kostic halten kann. Und auch ein Verkauf des bei der EM überzeugenden Steven Zuber ist im Bereich des Möglichen. Im Grunde aber ist es dem neuen Sportvorstand Markus Krösche ziemlich früh gelungen, den Kader weitgehend zusammenzustellen. Es wird nun am Trainer liegen, nach seinen ersten Eindrücken zu entscheiden, welchen Spielern er empfiehlt, sich über Leihgeschäfte bei anderen Klubs weiter zu entwickeln oder wen er grundsätzlich nicht für stark genug hält, der Eintracht zu helfen.

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Vom Torwart bis zur Offensive gut aufgestellt

Die Frankfurter sind in allen Mannschaftsteilen gut bis sehr gut aufgestellt. Beginnend im Tor mit den Nationalspielern Kevin Trapp und Frederik Rönnow sowie Juniorennationalspieler Diant Ramaj. Nachdem Martin Hinteregger („Ich bleibe natürlich in Frankfurt“) einen Wechsel ausgeschlossen hat, steht auch die letzte Reihe. Mit Tuta, Hinteregger, Evan Ndicka, im Bedarfsfall Stefan Ilsanker und Makoto Hasebe ist die Abwehrzentrale komplett. Außen können Danny da Costa, Timmy Chandler, Erik Durm, der aktuell verletzte Almamy Touré und Neuzugang Christopher Lenz verteidigen, je nach Spielsystem. Im defensiven Mittelfeld ist mit Sebastian Rode, Djibril Sow, Hasebe und Ilsanker alles beim Alten geblieben, dazugekommen ist Rodrigo Zalazar. Je weiter es nach vorne geht, umso größer wird dann das Gedränge. Mit Kamada, Younes, Hrustic, Barkok und Lindström gibt es fünf offensive, kreative Mittelfeldspieler. Über links können Kostic und Zuber stürmen, rechts auch Lindström oder Fabio Blanco. Im Zentrum gibt es auch ohne weiteren Mittelstürmer ein Überangebot. Ragnar Ache, Ali Akman, Santos Borré, Dejan Joveljic und Goncalo Paciencia streiten sich um höchstens zwei Plätze. Da wird eine Ausdünnung unvermeidlich sein. Akman oder Ache, einer wird verliehen werden. Joveljic oder Paciencia, einer wird sicher abgegeben.

Dem neuen Trainer bietet sich neben den vielen Übungseinheiten auch die Gelegenheit, bei vier weiteren Testspielen die Kandidaten genau unter die Lupe zu nehmen. Dabei reicht die Palette der Testspielgegner vom Regionalligisten FC Gießen über den Zweitlisten SV Sandhausen (Samstag, 16 Uhr) bis hin zu den französischen Erstligisten Racing Straßburg und AS St. Etienne. Richtig ernst wird es dann beim DFB-Pokalspiel in Mannheim am Sonntag, den 8. August um 15.30 Uhr.

Von Peppi Schmitt