Die Königsklasse im Blick: Eintracht bezwingt Wolfsburg

aus Eintracht Frankfurt

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Die Mannschaft von Eintracht Frankfurt nach dem 2:1-Tor von Luka Jovic (3.v.l.). Foto: dpa/ Thomas Frey

In einem spektakulären Spiel hat Eintracht Frankfurt den VfL Wolfsburg mit 4:3 besiegt. Mit großen Schritten nähern sich die Hessen der erstmaligen Champions-League-Teilnahme.

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FRANKFURT. Eintracht Frankfurt ist auf dem Weg in die Champions League nicht zu stoppen: Der hessische Fußball-Bundesligist schlug den VfL Wolfsburg in einem spektakulären Spitzenspiel mit 4:3 (2:1) und greift nun sogar Platz drei an. Daichi Kamada (8.), Luka Jovic (27.), André Silva (54.) und Erik Durm (61.) trafen für die Eintracht, die nur noch einen Punkt hinter den Niedersachsen liegen. Ridle Baku (6.), Wout Weghorst (46.) und Tuta mit einem Eigentor (85.) für die Gäste. Die Eintracht überzeugte in der temporeichen Partie gegen die Wolfsburger, die in der Rückrunde bis dahin nur ganze drei Gegentore kassiert hatten, mit gnadenloser Effizienz vor dem Tor. Sehr zur Freude der rund 50 Fans, die sich vor dem Stadion auf der Otto-Fleck-Schneise versammelt hatten und ihre Farben 90 Minuten mit Sprechchören anfeuerten.

Es ging munter los in der Arena. In den ersten fünf Minuten drangen die Wolfsburger direkt zwei Mal in den Frankfurter Strafraum ein. In der sechsten Minute schlug Baku dann zu: Der Ex-Mainzer, der immer wieder für Unruhe sorgte, kaum in den Griff zu bekommen war, zielte aus 17 Metern perfekt mit dem linken Fuß ins lange Eck. Ein wunderschöner Treffer. Die Eintracht antwortete aber postwendend: Kamada, der für Amin Younes in die Startelf gerückt war, überwand nach Vorarbeit von Durm, die Sebastian Rode geistesgegenwärtig durch ließ, VfL-Keeper Koen Casteels.

Zittern bis zum Schluss

Die Gäste hatten mehr vom Spiel, auch die besseren Möglichkeiten. Baku hatte das 2:1 auf dem Fuß, Evan Ndicka lenkte den Ball noch haarscharf am Pfosten vorbei. Doch die Frankfurter agierten ungemein zielstrebig: Silva setzte sich bärenstark auf der rechten Seite durch, brachte das Spielgerät Millimeter vor der Torauslinie in die Mitte, wo Jovic wuchtig in die Maschen traf. Die Eintracht hatte das Spiel gedreht. Ein Treffer lag auf beiden Seiten weiter in der Luft, bis zur Pause passierte aber nichts mehr.

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Nur 39 Sekunden nach dem Seitenwechsel dann ein folgenschwerer Fauxpas in der Frankfurter Hintermannschaft. Djibril Sow spielte einen zu ungenauen Pass zu Stefan Ilsanker, Baku stibitze den Ball und bediente Weghorst, der - noch leicht abgefälscht durch Ilsanker - das 2:2 markierte. Erneut hatten die Hessen aber eine Antwort parat: Kamada eroberte den Ball im Mittelfeld, setzte Silva in Szene, der eiskalt verwertete. Das 3:2. Der 23. Saisontreffer des Portugiesen. Nur sieben Minute legte Durm nach: Silva schoss zunächst freistehend an den Pfosten, der Rechtsverteidiger schnappte sich das Spielgerät und beförderte es ins kurze Eck.

Die Eintracht agierte anschließend souverän, von Wolfsburg kam kaum noch was. Bis zur 85. Minute: Tuta wollte 20 Meter vor dem Kasten Maximilian Philipp aufhalten, schoss über SGE-Torwart Kevin Trapp hinweg ins eigene Netz. Der VfL drängte noch mal, die Hessen mussten kräftig zittern. Doch es reichte zum Sieg.