Adi Hütter und der Vertrag: „Es hängt nicht an viel“

aus Eintracht Frankfurt

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Eintracht-Trainer Adi Hütter. Foto: dpa

Die Eintracht tritt im Testspiel gegen den PSV Eindhoven an und Trainer Adi Hütter schwärmt von den Neuzugängen in der Mannschaft.

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FRANKFURT. Adi Hütter (50) schwärmt von seinen neuen Spielern, er möchte Daichi Kamada unbedingt behalten und glaubt, dass seine Mannschaft noch ganz viel arbeiten muss bis zum Saisonstart. Der Trainer der Frankfurter Eintracht hat am Freitag in einer Pressekonferenz bereitwillig Auskunft auf viele Fragen gegeben. Nur als es um die vorzeitige Verlängerung seines Vertrages ging, blieb er ziemlich zugeknöpft. „Es hängt nicht an viel“, beschrieb er den Stand der Verhandlungen kurz, „aber ich will mich im Moment ganz auf die Mannschaft konzentrieren.“ Unser Mitarbeiter Peppi Schmitt hat die Aussagen des Frankfurter Trainers aufgeschrieben.

Zum Testspiel am Samstag (18 Uhr, live bei Sport 1) beim PSV Eindhoven: „Bei der Aufstellung wird bunt gemischt. Ich werde fast komplett zwei unterschiedliche Mannschaften aufbieten. Ich möchte jedem noch einmal Gelegenheit geben, 45 Minuten zu spielen.“

Zu seinen beiden Neuzugängen Steven Zuber, gekommen aus Hoffenheim, und Ragnar Acher, gekommen von Sparta Rotterdam: „Sie haben sich gut eingelebt und wurden sehr gut aufgenommen. Zuber gefällt es, wie wir Fußball spielen. Er ist ein guter Typ, ein universeller Spieler für die Offensive. Er kann auf beiden Flügeln spielen, auch auf der `10‘ im Mittelfeld. Ich traue ihm sogar zu, ganz vorne als hängende `9‘ zu spielen. Ragnar Ache bringt ein anderes Element in unseren Sturm, er ist anders als die anderen. Er ist schnell, kräftig, steht beim Kopfball gut in der Luft. Vor dem Tor muss er noch mehr Sicherheit bekommen, daran werden wir arbeiten. Er wird sicher seine Zeit brauchen, aber man sieht sein großes Entwicklungspotential.“

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Zu den Chancen von Dejan Joveljic: „Wir haben vier Stürmer, er wäre Nummer 5 und wir haben weniger Spiele. Darum ist es angedacht, ihn noch einmal auszuleihen. Er ist ein Knipser, er hat eine gute Einstellung, er will unbedingt und er würde gerne bleiben. Aber es geht um seine Entwicklung, die geht nur voran, wenn er spielt. Wir müssen einen Verein finden, wo er Tore machen kann. Dann bekommen wir in einem Jahr einen anderen Spieler retour, so ähnlich wie bei Daichi Kamada.“

Zur seinen Vertragsgesprächen: „Es hängt nicht an viel. Aber es gibt keine neue Wasserstandsmeldung. Es gibt auch keine deadline, ich habe ja noch ein Jahr Vertrag. Jetzt will ich mich ausschließlich auf die Mannschaft konzentrieren.“

Zu den Gesprächen mit Daichi Kamada über eine vorzeitige Verlängerung des Vertrages: „Sein Vertrag ist viel wichtiger als meiner. Er ist ein supertoller, interessanter Spieler und hat eine gute Entwicklung genommen. Wir setzen alles daran, dass er hierbleibt. Dazu würde ich ihm auch raten. Er soll sich hier weiterentwickeln, die letzte Saison bestätigen und sich noch weiter steigern.“

Zu weiteren Neuzugängen: „Wenn einer weggeht, müssen wir reagieren. Da sind wir vorbereitet. Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir auf allen Positionen doppelt besetzt. Auf der einen oder anderen Position sehe ich Möglichkeiten, wo wir uns noch verstärken könnten.“

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Zum Stand der Vorbereitung: „Ich werde gut schlafen, weil ich weiß, dass es morgen noch nicht losgeht. Wir haben noch viel zu arbeiten. Das Engagement und die Einstellung zum Training sind qualitativ hochwertig. Jeder hat das Gefühl, er muss um seinen Platz kämpfen, es gibt keine Stammplatzgarantie.“

Zu den fehlenden Zuschauern bei Training und Spiel: „Es ist schon Tristesse, wenn bei Einheiten keine Zuschauer sind. Das vermissen wir alle. Man hat das Gefühl, man ist auf dem Land Trainer, wo es keinen interessiert. Ich hoffe, dass wir bald wieder Atmosphäre genießen können.“

Von Peppi Schmitt