3:2 in Stuttgart: Eintracht holt ersten Sieg in diesem Jahr

aus Eintracht Frankfurt

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Die Spieler von Eintracht Frankfurt feiern den Treffer von Ajdin Hrustic (Mitte). Foto: Jan Huebner

Nicht sattelfest, aber mit toller Moral erkämpft die Frankfurter Eintracht einen Sieg beim VfB Stuttgart. Die ersten drei Punkte für die Hessen in diesem Jahr.

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STUTTGART. Da ist er der erste Sieg im neuen Jahr: Nach zwei Niederlagen und einem Unentschieden gewann die Frankfurter Eintracht beim VfB Stuttgart verdient mit 3:2 (1:1) und hat damit wieder den Anschluss an die europäischen Plätze hergestellt. „Matchwinner“ war der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Ajdin Hrustic, der die Tore zwei und drei erzielte. Die erste Führung für die spielerisch deutlich überlegenen Frankfurter hatte Evan Ndicka besorgt, für den weiter stark abstiegsbedrohten VfB hatten vor 10.000 Zuschauern Waldemar Anton und Sasa Kalajdzic getroffen.

Der Frankfurter Trainer Oliver Glasner hatte die etwas vorsichtigere Variante nach den Ausfällen von Filip Kostic (krank) und Daichi Kamada (verletzt) gewählt. Er stellte mit Kristijan Jakic, Sebastian Rode und Djibril Sow gleich drei eher defensiv orientierte Spieler im Mittelfeld auf. Dazu versuchte Christopher Lenz so gut es ging auf der linken Seite Kostic zu ersetzen. Das war eine schwere Aufgabe. Denn zum einen musste er den schnellen Stutgarter Flügelspieler Silas stoppen, der sein Comeback nach langer Verletzungspause feierte, zum anderen musste er den Eineinhalb-Mann-Sturm aus Jesper Lindström und Rafael Borré unterstützen.

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Der Eintracht gelang es zu Beginn, die Stuttgarter zu überraschen. Sie setzten den VfB früh unter Druck, bekamen die Partie schnell in den Griff. Die Gastgeber wirkten sehr verunsichert. Und das wurde natürlich noch schlimmer, als die Eintracht schon in der 7.Minute in Führung ging. Von der linken Seite hatte Lindström eine der acht Ecken aus der ersten Halbzeit hereingegeben. Chandler versuchte mit der Hacke zu verlängern, kam aber nicht dran. Dafür war Evan Ndicka zur Stelle und drückte den Ball über die Linie. Bei jedem Eckball waren die Frankfurter gefährlich. Ndicka köpfte einmal frei drüber, Jakic köpfte ebenso frei vorbei. Und dann hatte Lindström nach einer tollen Vorarbeit von Chandler die Gelegenheit zum zweiten Tor. Er schoss präzise, aber nicht präzise genug. Torwart Florian Müller hielt in der 38.Minute glänzend.

Wieder ein Gegentor trotz Überlegenheit

Und dann passierte der Eintracht, was ihr zuletzt so oft passiert ist. Sie musste ein Gegentor hinnehmen. Nach einem Freistoß von der Seite, den Führich nach innen brachte, schlief Ndicka gegen Waldemar Anton und der kam mit dem Knie an den Ball, der dann ins lange Eck rollte. Der Ausgleich in der 42. Minute. Zu diesem Zeitpunkt glücklich für den VfB.

Glasner gelang es dann in der Pause, die Weichen wieder richtig zu stellen. Er ordnete die eigenen Reihen, beruhigte die Spieler, vor allem wechselte er mit Ajdin Hrustic für den sichtlich nicht in bester Form spielenden Rode einen offensiven Spieler ein. Hrustic hatte nach 40 Sekunden im zweiten Abschnitt mit dem ersten Ballkontakt die Chance zur Führung, scheiterte aber aus kurzer Distanz an Torwart Müller. Es gab nur Eckball. Aber der hatte es in sich. Lenz trat den Ball nicht wie bei den sieben Ecken zuvor an den Fünfmeterraum, sondern an die 16-Meter-Raum-Linie. Dort stand Hrustic völlig frei. Mit seinem zweiten Ballkontakt traf er volley zur zweiten Frankfurter Führung. Wieder hielt die Eintracht alle Trümpfe in der Hand. Doch wieder verpasste sie es, konsequent nachzusetzen.

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Im Gegenteil. Nach einem Patzer von Hasebe hatte Kalajdzic die Riesenchance zum Ausgleich, schoss aber am langen Eck vorbei. In der 70 .Minute machte es der Österreicher besser. Nach Flanke von Sousa stand er völlig frei, wieder hatte Ndicka nicht gut verteidigt, und konnte einköpfen. Aber die Eintracht bewies einmal mehr Moral, ließ sich vom zweiten Ausgleich nicht unterkriegen und schlug noch einmal zurück, diesmal entscheidend. Wieder war es Hrustic, der traf. In der 77. Minute unter Mithilfe von Mavropanos, der den Ball abfälschte. In der 83. und 84. Minute überschlugen sich dann die Ereignisse. Erst musste Tuta verletzt vom Platz, Martin Hinteregger kam. Sekunden darauf rannte Torwart Trapp bei einer Rettungstat Hasebe über den Haufen. Auch Hasebe musste raus. Der Japaner wurde nach dem Spiel zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Stefan Ilsanker kam aufs Feld. Ganz zum Schluss schickte Trainer Glasner auch noch Neuzugang Ansgar Knauff aufs Feld. In den letzten zehn Minuten, inklusive sechs Minuten Nachspielzeit, hielt die neuformierte Abwehr den Sieg fest.

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Von Peppi Schmitt