2:1 in Dortmund: Eintracht bleibt auf Champions-League-Kurs

aus Eintracht Frankfurt

Thema folgen
Frankfurts Stürmer André Silva jubelt nach seinem Tor.  Foto: dpa

Eintracht Frankfurt hat einen weiteren großen Schritt in Richtung Champions-League gemacht. Bei Borussia Dortmund ließ Torjäger André Silva die Eintracht kurz vor Schluss jubeln.

Anzeige

FRANKFURT. Eintracht Frankfurt bleibt auf Champions-League-Kurs. Mit dem 2:1 (1:1)-Sieg bei Borussia Dortmund haben die Frankfurter den Vorsprung auf den Gegner sieben Spieltage vor Schluss auf sieben Punkte ausgebaut. André Silva erzielte drei Minuten vor dem Ende das wahrhaft „goldene Tor“, das den Frankfurtern eine prächtige Ausgangsposition beschert. In der ersten Halbzeit hatten Nico Schultz mit einem Eigentor zur Führung für die Eintracht und Mats Hummels zum Ausgleich für die Borussia getroffen.

Frankfurt verpasst zweites Tor - Dortmund gleicht aus

Obwohl die Personaldecke nach den Ausfällen von Martin Hinteregger, Makoto Hasebe und Almamy Touré ausgesprochen dünn war, sorgte der Frankfurter Trainer für eine kleine Überraschung in der Anfangself. Er startete mit der Doppelspitze André Silva und Luka Jovic und ließ Daichi Kamada auf der Bank. Erik Durm kam zurück ins Team, auch Tuta und Amin Younes. Das Spiel war lange Zeit sehr ausgeglichen, die Führung der Eintracht war dann durchaus glücklich. Filip Kostic hatte eine wunderbare Flanke geschlagen, Nico Schultz wollte vor Silva retten, lenkt den Ball aber mit dem Kopf ins eigene Tor. Die Führung nach elf Minuten spielte der Eintracht in die Karten.

Anzeige

Die Dortmunder taten sich schwer, schafften aber trotzdem zweimal Platz für ihren Torjäger Erling Haaland. In der 21. Minute schoss der Norweger am langen Eck knapp vorbei und vier Minuten darauf rettete Torwart Kevin Trapp mit einer tollen Fußabwehr. Bis zur Pause gelang es der Eintracht dann die Partie zu kontrollieren, sie hielten die Borussia weit weg vom eigenen Kasten. Bei den eigenen Angriffen verpassten die Frankfurter das zweite Tor, vor allem weil der letzte Pass nicht präzise genug kam. Und so glücklich die Eintracht in Führung gegangen war, so unglücklich musste sie den Ausgleich hinnehmen. Kurz vor der Pause versuchte Ilsanker zur retten, schoss überhastet Ndicka an und es gab einen völlig unnötigen Eckball. Der Ball kam hoch nach innen, Emre Can setzte sich gegen Durm durch und Mats Hummels gegen den wie schon in den Minuten zuvor unentschlossenen Ndicka. So hatten die beiden Dortmunder Verteidiger für das 1:1 gesorgt.

Silva sorgt für Entscheidung

Die Frankfurter Trainer brachte zur zweiten Halbzeit Daichi Kamada für Younes. Und Kamada hatte gleich die Chance zur Führung, war aber nicht entschlossen genug. Die Partie war weiter offen, die Dortmunder machten etwas mehr Druck, aber die Eintracht hatte die klareren Angriffe und auch die häufigeren Abschlüsse. Kostic, Kamada und Sow verpassten dreimal aus aussichtsreichen Positionen die Frankfurter Führung. Für die Borussia verzog Guerreiro freistehend. In der 65.Minute lag der Ball dann im BVB-Tor. Stefan Ilsanker hatte eingeköpft, doch nach Video-Beweis wurde der Treffer wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung nicht anerkannt.

Anzeige

So dauerte es bis drei Minuten vor Ende bis die Entscheidung fiel. Luka Jovic war in höchster Not im Strafraum von Mats Hummels vom Ball getrennt worden, Kostic eroberte den abgeprallten Ball, flankte hoch nach innen. Und am langen Eck köpfte Silva ein. Es war schon das 22.Tor des Portugiesen, der sich damit an die zweite Stelle der Torjäger hinter dem Münchner Lewandowski setzte. Die Eintracht brachte den Sieg dann sicher über die Zeit

Von Peppi Schmitt