05: Lehmann schlägt fairere Verteilung der Medienerlöse vor

aus Mainz 05

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Jan Lehmann (FSV Mainz 05) regt an, „eine fairere Verteilung der Medienlöse zu diskutieren“.  Foto: Harald Kaster

Jan Lehmann, Kaufmännischer Vorstand des FSV Mainz 05, regt an, in der Fußball-Bundesliga über „eine fairere Verteilung der Medienlöse zu diskutieren“.

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MAINZ. Jan Lehmann, Kaufmännischer Vorstand des FSV Mainz 05, hat sich dafür ausgesprochen, in der Fußball-Bundesliga über „eine fairere Verteilung der Medienlöse zu diskutieren“. Lehmann ist überzeugt: „Der nun zu erwartende Rückgang der TV-Gelder trifft vor allen Dingen jene kleineren Klubs härter, die wie wir im Verhältnis mehr von den Medienerlösen abhängig sind als von anderen Einnahmen.“

Am Montag hatte die Deutsche Fußball-Liga verkündet, dass die 36 Vereine der 1. und 2. Bundesliga für die vier Saisons von 2021 bis 2025 mit weniger Fernseh-Geld auskommen müssen. Nach Angaben von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert wurde bei der Auktion der Medienrechte für den Zeitraum durchschnittlich pro Jahr 1,1 Milliarden Euro und damit insgesamt 4,4 Milliarden Euro erlöst. Bei dem noch bis Ende der kommenden Spielzeit laufenden Vertrag waren für vier Saisons 4,64 Milliarden Euro erzielt worden.

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Trotz des leichten Rückgangs war Seifert zufrieden angesichts der Umstände und der Folgen durch die Corona-Pandemie. "Das Ergebnis ist ein sehr gutes und gibt der Liga Planungssicherheit. Das wird sich auch im Vergleich der anderen Topligen mehr als sehen lassen können", sagte der Chef der Deutschen Fußball Liga am Montag. Lehmann meinte: „Der Rückgang der TV-Einnahmen in der kommenden Rechteperiode kommt nicht überraschend, er bildet vermutlich die Marktlage ab. Die DFL hat unter den aktuell schwierigen Umständen bestmöglich verhandelt. Damit kann die Bundesliga umgehen, es ist immer noch viel Geld im Fußballsystem vorhanden. Die neuen Zahlen machen die Zukunft für uns nun ein Stück weit planbar. Und es ist auch ein gutes Signal für die Fans, dass die Bundesliga ihren Platz bei den bewährten Partnern behält.“

Wichtigster Partner der Bundesliga-Vereine bleibt Sky, auch wenn der Pay-TV-Sender ab 2021 weniger Begegnungen zeigen darf als derzeit. 200 Punktspiele laufen künftig samstags beim Langzeit-Partner aus Unterföhring. Außerdem zeigt Sky alle Spiele der 2. Liga und die Konferenzen beider Ligen. DAZN konnte hingegen sein Angebot auf 106 Erstliga-Partien live ausbauen. Der kostenpflichtige Streamingdienst zeigt die Erstliga-Partien am Freitag und am Sonntag. Auch Sat1 zeigt ab 2021 insgesamt neun Spiele pro Spielzeit im Free-TV.