Fußball: TSV Höchst nicht glänzend, aber effektiv

Der Fußball-Gruppenligist aus dem Odenwald hat „das Glück auf seiner Seite“ und setzt sich in Geinsheim durch. Die Höchster profitieren dabei von einem Torwartfehler.

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HÖCHST. Durch den 2:1 (0:0)-Sieg beim SV Geinsheim hat der TSV Höchst in der Fußball-Gruppenliga einen weiteren Gegner auf Abstand gehalten. Die Odenwälder sind Tabellenfünfter.

Auf dem tiefen Boden in Geinsheim hatten beide Teams zunächst Probleme, den Ball zu kontrollieren. So begann die Partie auch erst einmal sehr verhalten. Ein erster Schussversuch von Geinsheims Alexander Melchior landete in den Armen von TSV-Schlussmann Thomas Wolf, der nach seiner Erkältung ins Tor zurückgekehrt war. Auf der Gegenseite näherten sich die Höchster dem Tor mit einem Abschluss von Christoph Eisenhauer.

In der Folge versuchten die Gastgeber gleich mehrfach, ihren Torjäger in Szene zu setzen, doch Zuspiele von Nikolai Krimphove, Maximilian Losert und Jannis Kessler setzte Melchior allesamt neben das Höchster Tor. Inzwischen war nur noch eine Viertelstunde der ersten Hälfte zu spielen, und nachdem Geinsheim schneller mit den Platzverhältnissen zurechtgekommen war, hatte sich auch der TSV akklimatisiert, sodass beide Teams nun eine offensivere Vorstellung boten. Noch vor der Pause waren es die Höchster, bei denen Dennis Plotzki und Robin Hallstein jeweils Eisenhauer in Position brachten, der das Tor aber ebenfalls verfehlte.

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Nach Wiederanpfiff schaffte es der TSV dann doch als erstes, nach einer Simoes-Flanke durch Eisenhauer das Tor zu treffen (58.). Der Jubel währte jedoch nicht allzu lange, denn kurz darauf schlug ein Distanzschuss des Geinsheimers Markus Rinnert unhaltbar für Wolf im Höchster Tor ein (65.). Kurz zuvor hatte Wolf bereits gegen Deniz Celik geklärt, während ein Simoes-Freistoß in der Mauer hängen blieb.

Der nächste Freistoß von Simoes ging dagegen aufs Tor – und als Keeper Tim Kistner den Ball nicht festhalten konnte, war Christian Remmers zur Stelle, um das 2:1 zu markieren (82.). Im Gegenzug klärte Rinnert noch einen Freistoß von Nico Heupt, und Wolf wehrte einen letzten Freistoß ab – dann war der Sieg perfekt. „Wir haben wieder nicht geglänzt, waren aber sehr effektiv und haben aktuell einfach das Glück auf unserer Seite“, resümierte Höchsts Betreuer Werner Beywl.