Wieder Sechs im Lazarett

Die Deutschland-Cup-Pause ist vorüber und die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) macht sich auf den strammen Weg Richtung Weihnachten. Für die Adler Mannheim kam die Unterbrechung...

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MANNHEIM. Die Deutschland-Cup-Pause ist vorüber und die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) macht sich auf den strammen Weg Richtung Weihnachten. Für die Adler Mannheim kam die Unterbrechung gerade recht, denn personell pfiffen die Nordbadener seit Wochen aus dem letzten Loch.

„Wir haben diese Pause unbedingt gebraucht“, sagt deshalb auch Cheftrainer Sean Simpson. Der Schweizer gab seinen Mannen einige Tage frei, um nicht nur die müden Knochen ein wenig zu schonen, sondern auch den Kopf frei zu bekommen. Freilich waren auch etliche Akteure mit ihren Nationalmannschaften unterwegs, so dass es zumindest mit körperlicher Regeneration nicht allzu weit her war.

Und auch nach der Pause geht es mit Volldampf weiter: Denn auch in den ersten beiden Wochen nach dem Deutschland-Cup heißt es für die Mannheimer, im Freitag-Sonntag-Dienstag-Rhythmus zu spielen. Zunächst einmal begeben sich die Adler an diesem Wochenende auf fremdes Eis. Das 21. Spiel der Saison bestreiten die Kurpfälzer bei den Krefeld Pinguinen (12. / Freitag, 19.30 Uhr). Am Sonntag (14 Uhr) gastieren die Adler dann bei den Iserlohn Roosters (9.). Das nächste Heimspiel steht am Dienstag an. Dann gibt der amtierende Meister und aktuelle Tabellenführer Red Bull München erstmals in dieser Saison seine Visitenkarte in der SAP Arena ab. Der erste Puck fällt um 19.30 Uhr. „Wir haben die freien Tage genossen, freuen uns jetzt aber, dass wir als Team wieder näher zusammenrücken“, sagt Stürmer Christoph Ullmann.

Doch auch nach der eineinhalbwöchigen Unterbrechung stehen noch einige Akteure auf der Ausfallliste. Insgesamt muss Sean Simpson an diesem Wochenende wieder sechs Profis ins Lazarett abgeben. Marcel Goc, Denis Reul und Dennis Endras fallen ebenso aus wie die langzeitverletzten Ryan MacMurchy, Carlo Colaiacovo und David Wolf. Während Simpson Colaiacovos und Wolfs Rückkehr nicht vor Weihnachten erwartet, ist offen, wann MacMurchy wieder einsteigen kann. Zwar trainiert der Stürmer bereits individuell auf dem Eis, wann er wieder im Mannschaftstraining mitmischen kann, ist aber ungewiss. Das entscheiden die Ärzte. Nichtsdestotrotz sagt Ullmann: „Wir sind das gewohnt und wir haben dennoch einen tiefen Kader, um erfolgreich spielen zu können. Wir müssen jetzt nicht mauern.“ Sein Comeback wird dagegen Mathieu Carle feiern. „Er ist bereit und wir brauchen ihn“, ist Simpson glücklich über die Rückkehr des Verteidigers.

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Außerdem sind sie in Mannheim wohl auch ein bisschen froh darüber, dass der reguläre Spielbetrieb endlich weitergeht. Überlagert wurden die freien Tage von den Geschehnissen im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals bei Brynäs IF. Die Verantwortlichen der Schweden hatten sich auf Thomas Larkin eingeschossen, verglichen seinen harten Check gegen Daniel Paille gar mit einem „Mordversuch“. Das rief Adler-Chef Daniel Hopp auf den Plan, der den Schweden „üble Nachrede“ vorwarf. Mittlerweile haben sich die Adler darauf verständigt, nichts mehr zu diesem Thema zu sagen.