"Rote Teufel" benötigen nur 90 Sekunden

Im Vorbereitungsspiel gegen die Bietigheim Steelers haben die Eishockeyspieler des EC Bad Nauheim Moral bewiesen. Binnen 90 Sekunden drehten die "Roten Teufel" einen 0:2-Rückstand.

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BAD NAUHEIM. Im ersten "richtigen" Vorbereitungsspiel auf die neue Saison in der Deutschen Eishockey-Liga 2 feierte der EC Bad Nauheim am Sonntagabend im Colonel-Knight-Stadion gegen den Klassenkonkurrenten Bietigheim einen 4:2 (0:1, 0:1, 4:0)-Erfolg. Dabei sah es lange Zeit nach einer Niederlage für die Gastgeber aus, denn die Steelers führten nach zwei Abschnitten mit 2:0, ehe Bad Nauheim vor 952 Zuschauern mit einem furiosen Schlussdrittel die Partie noch drehen konnte.

Von Beginn an erwiesen sich die Gäste als homogenes Team, das mit körperbetontem Spiel zum Erfolg kommen wollte. Der Führungstreffer der Steelers resultierte in der 9. Minute aus einem Zwei-auf-Eins-Konter, den Benjamin Zientek mit einem trockenen Schuss erfolgreich abschloss. Bei Tor Nummer zwei der Bietigheimer war es Brett Breitkreuz, der einen Schuss von Max Renner unhaltbar für EC-Keeper Felix Bick abfälschte.

EC beweist Moral

Die Badestädter brauchten zwar bis zur 48. Spielminute, um zum ersten Treffer des Abends zu kommen, dann aber ging alles sehr schnell. Innerhalb von gut 90 Sekunden erzielte der EC gleich drei Treffer. Den Anfang machte Kelsey Tessier, der eine Überzahlsituation ausnutzte. Nach einer tollen Kombination über Andreas Pauli und Jamie Arniel vollendete mit Cason Hohmann ein weiterer Kontingentspieler zum 2:2 und wiederum Kelsey Tessier war dann zum 3:2 erfolgreich.

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Den Schlusspunkt setzte erneut der Kanadier Kelsey, der neun Sekunden vor dem Ende ins leere Tor traf.

"Es gab gute Ansätze im Spiel und wir haben vor allem Moral bewiesen", freute sich Bad Nauheims Co-Trainer Harry Lange nach der Begegnung.