Löwen Frankfurt möchten zurück an die Spitze

Coach Matti Tiilikainen (von links), Sportdirektor Franz-David Fritzmeier und Co-Trainer Marko Raita möchten mit Frankfurt an die Tabellenspitze. Archivfoto: Storch

Eishockey-Zweitligist Löwen Frankfurt strebt heute Derbysieg in Kassel an und möchte baldmöglichst den Sprung an die Tabellenspitze der DEL 2 schaffen. Coach Tiilikainen...

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FRANKFURT. Die Frankfurter Löwen unternehmen am Wochenende den erneuten Anlauf, um endlich die Tabellenführung in der zweiten Deutschen Eishockey-Liga (DEL 2) zu übernehmen. Spitzenreiter Ravensburg Tower Stars liegt zwei Punkte vor den Hessen, aber Frankfurt steht am Freitag (19.30 Uhr) im Hessenderby bei den Kassel Huskies mit dem neuen Trainer Carpenter vor einer ganz hohen Hürde. Am Sonntag (18.30 Uhr) kommt die Dresdner Eislöwen ein unberechenbarer "Kandidat" in die Frankfurter Eishallle am Ratsweg.

Dresden steht zwar nur auf dem drittletzten Platz, zeigte aber zuletzt wieder bessere Leistungen. "Wir wollen um den Titel mitspielen", lautete die Devise vor der Saison an der Elbe. Inzwischen gab es nach anfänglich stark enttäuschenden Leistungen der personell stark besetzten "Elbflorenzer" einen Trainerwechsel. "Dresden ist weitaus stärker, als es der Tabellenplatz aussagt", weiß Frankfurts Cheftrainer Tiilikainen um die Schwere der Heimaufgabe.

Noch schwerer dürfte es am heutigen Freitag am Fuße des Herkules beim Erzrivalen Kassel Huskies werden. Der neue kanadische Coach, einst NHL-Profi, musste nach dem Quasi-Rauswurf von Rossi (zum Manager "befördert") gleich zwei Niederlagen an seinem ersten Wochenende hinnehmen. Besonders bitter die 2:3-Heimpleite gegen das "kleine" Bad Nauheim am vergangenen Sonntag. "Eine zweite Derbypleite können wir uns nicht leisten", meinte Carpenter, nachdem auch zuletzt immer weniger in die Eishalle in Nordhessen strömten.

Etwas mehr als ein Viertel der DEL-2-Saison ist gespielt. Die Löwen Frankfurt stehen auf dem zweiten Platz. Zeit für ein erstes Zwischenfazit. Matti Tiilikainen: "Anfangs war es natürlich etwas schwierig und wir mussten uns an das Spiel der Gegner gewöhnen. Schließlich ist alles neu für uns hier in Deutschland. Doch wir konnten viel lernen und auch unser Spiel den Gegnern anpassen. Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit der Mannschaft und würde die bisherige Leistung mit einer Schulnote von 1+ bewerten."

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Eine großzügige Schulnote, dafür ist die Leistung der Löwen eigentlich noch zu unbeständig. Oft wechseln noch Licht und Schatten. Siehe auch die Heimpleite gegen Bad Nauheim und die hohe Niederlage in Bad Tölz.