EC Wallernhausen gewinnt Penaltyschießen

Die Überschrift klingt unspektakulär. Aber für ECW-Trainer Mario Willkom war dieses Ende eines Eishockeyspiels mit dem Landesliga-Team eine echte Premiere.

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WALLERNHAUSEN. Mit dem Begriffspaar "Historisches Ereignis" sind Sportjournalisten schnell bei der Hand, der Erfolg des EC Wallernhausen in der Eishockey-Landesliga Hessen bei Eintracht Frankfurt II ist jedoch einzigartig, denn den 6:5-Sieg stellte das Team im Penaltyschießen sicher.

ECW-Trainer Mario Willkom stellte fest: "Seit meiner Vereinszugehörigkeit habe ich noch kein Penaltyschießen mit dem ECW gewinnen können." Dieser Bann ist nun gebrochen.

Und auch wenn der Tabellenführer damit beim Drittplatzierten nur zwei von drei Punkten holte, fiel Willkoms Gesamtschau positiv aus: "Wir hatten uns bereits mit dem einen Punkt zufriedengegeben, aber die Jungs machten da einen super Job. Wir hätten den Deckel nach den Führungen drauf machen können, aber vielleicht waren es am Ende doch die konditionellen Defizite aufgrund der Ausfälle rund um Hommel, Becker und Lindner. Frankfurt war ein starker Gegner und wir freuen uns über die zwei Punkte, die wir hier entführen konnten".

Mit einem Doppelschlag war Eintracht II mit 2:0 in Führung gegangen und versäumte es im Anschluss, mit zwei Spielern mehr auf dem Eis nachzulegen. Auch als Marcel Patejdl mit einer 2+10 Minuten-Strafe auf die Bank musste, überstand Wallernhausen die Unterzahl unbeschadet. Willkom und Guldner glichen zum 2:2 aus und im zweiten Drittel traf Kapitän Mario Repp zur erstmaligen Führung des ECW. Dieses Mal glich Frankfurt bis zum Drittelende aus.

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Mit einer Konter-Taktik gingen die Gäste ins letzte Drittel und legten das 4:3 durch Willkom und nach dem Frankfurter Ausgleich das 5:4 durch Guldner vor. Mit einem Schuss in den spitzen Winkel erzwang Frankfurt das Penaltyschießen, in dem sich ECW-Goalie Marcel Kempf mit zwei Paraden auszeichnen konnte, während Marcel Patejdl und Mario Repp trafen - historisch.